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Motorola-Übernahme ist für Google riskant

Die Übernahme von Motorola wirkt zunächst wie ein Befreiungsschlag für Google, vor allem im Hinblick auf die vielen laufenden Patentklagen. Allerdings kann die Übernahme für Google auch riskant sein: Wie positionieren sich Handyhersteller wie Samsung, LG und HTC langfristig zur Android-Plattform?

Artikel veröffentlicht am ,
Google übernimmt Motorolas Handysparte.
Google übernimmt Motorolas Handysparte. (Bild: Brendan McDermid/Reuters)

Mit der Motorola-Übernahme erhält Google Zugriff auf ein umfangreiches Patentportfolio im Mobilfunksegment. Damit kann sich Google in den zahlreichen laufenden Patentklagen stärken. Besonderes Gewicht werden die Patente erhalten, wenn diese direkt der Android-Plattform zur Verfügung gestellt werden. Andere Hersteller von Android-Geräten könnten sich dann besser gegen die laufenden Patentklagen zur Wehr setzen. Damit könnten diese direkt von der Übernahme profitieren.

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Außerdem wird Google durch den Aufkauf von Motorolas Handysparte zum Gerätehersteller. Google will die Geschäftsbereiche mit der Android-Entwicklung und der Geräteproduktion strikt trennen. Google will damit offenbar der Gefahr entgegenwirken, dass sich Hersteller von Android-Geräten von der Plattform abwenden.

HTC, LG und Sony Ericsson reagierten offiziell unisono positiv und beruhigt auf die Motorola-Übernahme. Allerdings enthalten die jeweiligen Stellungnahmen wenig Details und sind auch noch nahezu wortgleich, geben also keinen Rückschluss darauf, was die einzelnen Hersteller tatsächlich davon halten. Vorerst wird kein Hersteller von Android-Smartphones der Plattform den Rücken kehren, weil sich neue Geräte in der Entwicklung befinden und sich diese nur mit großem Verlust stoppen lässt.

Google muss Hersteller von Android-Geräten hofieren

Wie sich die Hersteller von Android-Geräten langfristig verhalten werden, ist allerdings noch nicht absehbar. Hier muss Google nun alles tun, um die verbleibenden Hersteller bei der Stange zu halten. Google hat bislang mit Hardwarepartnern jeweils früher als die Konkurrenz Geräte mit neuer Plattform vorgestellt, zunächst das Nexus S mit Gingerbread, das von Samsung entwickelt wurde, zuletzt das Xoom von Motorola, auf dem Google die Tabletversion von Android namens Honeycomb präsentierte.

Google sollte vorerst darauf achten, dass solche besonderen Geräten von einem Hersteller kommen, der nicht Motorola heißt. Nur so kann Google Bedenken der Vetternwirtschaft zerstreuen. Sollte die Konkurrenz den Eindruck erhalten, dass Google Motorola Sonderrechte gewährt, wäre der Zorn groß.

Dann könnte sich etwa Samsung von Android abwenden und langfristig auf die eigene Bada-Plattform setzen. Samsung könnte wie auch LG stärker als bisher Smartphones mit Windows Phone 7 vermarkten. Allerdings würden LG und Samsung mit Windows Phone 7 in direkte Konkurrenz zu Nokia gelangen, das eine exklusive Partnerschaft mit Microsoft geschlossen hat. Noch hat Nokia kein Windows-Phone-7-Smartphone angekündigt und es ist auch unklar, wie sich die Exklusivität für Nokia bei der Geräteentwicklung auswirken wird.

Motorola bald mit besserer Updatepolitik?

Für Nutzer von Motorola-Geräten birgt Googles Übernahme von Motorola Mobility Grund zur Hoffnung: Bei Motorolas Updatepolitik ist Besserung zu erwarten. Derzeit ist Motorola alles andere als vorbildlich, was die Verteilung von Android-Updates betrifft und hinkt der Konkurrenz massiv hinterher. Bislang ist nicht für ein einziges Motorola-Smartphone auf dem deutschen Markt ein Update auf Gingerbread alias Android 2.3 angekündigt worden. Mit Googles Einstieg bei Motorola sollten die Geräte des Hersteller zumindest in der Zukunft die ersten sein, die entsprechende Updates erhalten. Schließlich kommen nun im Fall von Motorola Betriebssystem und Gerät aus einem Haus.

So könnte Google zudem indirekt stärkeren Druck auf die anderen Hersteller ausüben, künftig auch frühzeitig Android-Updates ihrer Geräte anzubieten. Damit könnte die Android-Plattform insgesamt an Attraktivität gewinnen, weil Besitzer von Android-Geräten dann nicht mehr so lange wie bisher darauf warten müssen, dass auch ihr Gerät die aktuelle Android-Version erhält.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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morecomp 16. Aug 2011

Und du könntest doch glatt Politiker werden mit dem sinn- und hirnlosen Geschwätz, da...

redex 16. Aug 2011

www.MeeGo.com

misterunknown 16. Aug 2011

Natürlich sollte Motorola profitabel sein. Allerdings glaube ich nicht, dass Google...

AndyMt 16. Aug 2011

Soweit ich weiss sind alle diese Hersteller, zusammen mit Google, Mitglieder der "Open...

xxiii 16. Aug 2011

Reality check: Samsung verkauft gerade so viel Smartphones, wie kein anderer (außer...


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