Apple-Patentantrag: Weg mit den Druckertreibern

Apple beschreibt in seinen US-Patentanträgen verschiedene Szenarien, wie ein Rechner oder ein Smartphone künftig ohne Treiber drucken könnten. Dazu wird die Cloud genutzt, allerdings in einer weitaus tiefergreifenden Form als Google das mit seinem Cloud-Printing in Chrome macht.
Apple schlägt vor(öffnet im neuen Fenster) , dass die Cloud die Druckerdaten bereitstellt. Dazu sendet der Rechner zunächst die Dokumente, Bilder und Ähnliches, was zu Papier gebracht werden soll, an den Clouddienst. In diesen Informationen sind auch Angaben zu dem Druckermodell enthalten, auf dem gedruckt werden soll.
Der Clouddienst wandelt die Daten in Druckbefehle um und schickt sie direkt an den Drucker, der per WLAN, Bluetooth oder eine andere Netzverbindung Kontakt mit dem Internet hat. Alternativ können die Druckdaten auch zunächst an das Endgerät zurück und von dort aus an den Drucker versendet werden.
Die Drucker in der Umgebung des Anwenders könnten mit einem Protokoll wie Bonjour gesucht werden, das auch die Fähigkeiten der Drucker an das Endgerät des Anwenders übermitteln kann. Konventionelle Softwaretreiber können bei diesen Modellen natürlich weiter benutzt werden, falls die vorhanden sind.
In einer zweiten Patentschrift(öffnet im neuen Fenster) hat Apple seine Überlegungen zu dem Datenformat konkretisiert, mit dem das treiberlose Drucken realisiert werden könnte. Die Drucker müssten dabei ihre Fähigkeiten übermitteln können. Dazu zählen ihre Auflösung, die Farbfähigkeiten, verfügbare Papierformate und ihre sonstige Ausstattung mit Duplex-Druckwerken und Ähnlichem. Auf der Seite des Endgeräts müssten die Druckdaten aufbereitet werden. Apple schlägt dazu ein Bitmap-Containerformat wie zum Beispiel einen Untertyp der Multipurpose Internet Mail Extensions ( MIME(öffnet im neuen Fenster) ) vor.



