Abo
  • Services:

Spendenaktion

Seti geht wieder auf Horchposten

Über 213.000 US-Dollar hat der Spendenaufruf von Seti eingebracht. Damit kann die Organisation mit dem Radioteleskop Allen Telescope Array ab September wieder nach Signalen aus fremden Welten lauschen. Zu den Spendern gehört auch Contact-Hauptdarstellerin Jodie Foster.

Artikel veröffentlicht am ,
Radioteleskop ATA: Seti lauscht wieder ins Weltall.
Radioteleskop ATA: Seti lauscht wieder ins Weltall. (Bild: Seti)

Die Suche nach Tönen von Außerirdischen kann weitergehen: Das Projekt Search for Extraterrestrial Intelligence (Seti) hat über das Internet Spenden in Höhe von mehr als 213.000 US-Dollar eingeworben. Das Geld reicht aus, um das Allen Telescope Array (ATA) wieder in Betrieb zu nehmen.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Wegen der desolaten Finanzlage hatte der US-Bundesstaat Kalifornien im Frühjahr 2011 die Finanzierung für das Radioteleskop eingestellt, das daraufhin stillgelegt werden musste. Damit musste auch das Projekt Seti seine Arbeit einstellen.

Spendenaufruf im Netz

Im Juni initiierte Seti eine Spendenaktion über das Internet. Ziel war, 200.000 US-Dollar einzunehmen, um ATA zumindest bis Ende 2011 betreiben zu können. Bis einen Tag vor Ende haben 2.400 Spender mehr als 213.000 US-Dollar für das Projekt gegeben.

Er sei dankbar und erstaunt angesichts der harten wirtschaftliche Zeiten, sagte Seth Shostak, einer der führenden Seti-Astronomen, der Tageszeitung San Jose Mercury News. "Die Menschen glauben aber, dass diese grundlegende Frage - Gibt es da draußen jemanden, der so intelligent ist wie wir oder noch intelligenter? - wichtig ist und dass wir versuchen sollten, sie zu beantworten."

Jodie Foster sucht Contact

Shostak hatte ebenso wie Seti-Chefin Jill Tarter gespendet. Weitere Prominente waren der Apollo-8-Astronaut Bill Anders und Jodie Foster. Foster hatte 1997 die Hauptrolle in dem Film Contact gespielt, in dem "ein Funksignal von einem fernen Stern die menschliche Isolation im Weltall beendet und unsere Welt verändert", erklärte die Schauspielerin. ATA könnte dabei helfen, Science Fiction Realität werden zu lassen, "aber nur wenn es aktiv den Himmel absucht. Ich unterstütze die Bemühungen, das Teleskop aus seiner Winterruhe aufzuwecken."

ATA soll im September 2011 wieder in Betrieb genommen werden. Die Spenden decken die Kosten bis Ende des Jahres. Der Betrieb des Radioteleskops mit einer Mannschaft von zehn Personen kostet etwa 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr. Seti-Chefin Tarter verhandelt mit der US-Luftwaffe über eine Finanzierung. Diese könnte das Radioteleskop dafür nutzen, Weltraumschrott aufzuspüren, der Satelliten beschädigen kann.

1.235 mögliche Exoplaneten

Im kommenden Monat werden die 42 Antennen neu ausgerichtet. Dann können sie wieder nach außerirdischen Signalen horchen. Ziele gibt es genug: Anfang des Jahres hat die US-Weltraumbehörde Nasa bekanntgegeben, dass das Weltraumteleskop Kepler 1.235 mögliche Exoplaneten entdeckt hat. Einige befinden sich in einem Abstand zu ihrem Zentralgestirn, der es möglich erscheinen lässt, dass auf ihnen Wasser in flüssigem Zustand und damit die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen, vorhanden ist.

Das ATA-Radioteleskop liegt in einer Bergregion im Norden Kaliforniens, etwa 450 Kilometer nordöstlich von San Francisco. Es ist nach dem Microsoft-Gründer Paul Allen benannt, der 2004 mit einer Millionenspende den Bau der Anlage ermöglichte. Derzeit besteht sie aus 42 Antennen. Geplant war, die Anlage auf 350 Antennen auszubauen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

Baron Münchhausen. 12. Aug 2011

Seti ist ja auch das einzige, wo man geld spenden kann, stimmt? Einfach mal etwas...

smirg0l 12. Aug 2011

Den Zufallsfaktor? :)


Folgen Sie uns
       


Rohstoffe: Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?
Rohstoffe
Woher kommt das Kobalt für die E-Auto-Akkus?

Für den Bau von Elektroautos werden Rohstoffe benötigt, die aus Ländern kommen, in denen oft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen. Einige Hersteller bemühen sich zwar, fair abgebaute Rohstoffe zu verwenden. Einfach ist das aber nicht, wie das Beispiel von Kobalt zeigt.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Implosion Fabrication MIT-Forscher schrumpfen Objekte
  2. Meeresverschmutzung The Ocean Cleanup sammelt keinen Plastikmüll im Pazifik
  3. Elowan Pflanze steuert Roboter

Europäische Netzpolitik: Schlimmer geht's immer
Europäische Netzpolitik
Schlimmer geht's immer

Lobbyeinfluss, Endlosdebatten und Blockaden: Die EU hat in den vergangenen Jahren in der Netzpolitik nur wenige gute Ergebnisse erzielt. Nach der Europawahl im Mai gibt es noch viele Herausforderungen für einen digitalen Binnenmarkt.
Eine Analyse von Friedhelm Greis


    Recruiting: Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
    Recruiting
    Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

    Digitalisierung und demografischer Wandel machen es Arbeitgebern immer schwerer, passende Kandidaten für freie Stellen zu finden. Künstliche Intelligenz soll helfen, den Recruiting-Prozess ganz neu aufzusetzen.
    Von Markus Kammermeier

    1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
    2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
    3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

      •  /