Falcon HTV-2: Darpa testet Hyperschallflugzeug
Die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) testet am Donnerstag ihr Forschungsflugzeug Falcon Hypersonic Technology Vehicle 2(öffnet im neuen Fenster) (HTV-2) . Der Start war für 7 Uhr kalifornischer Zeit geplant. Mit dem Testflug will die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums Daten für Flüge mit Hyperschallgeschwindigkeit(öffnet im neuen Fenster) sammeln.
Start an Bord einer Rakete
HTV-2 sollte von der Luftwaffenbasis im kalifornischen Edwards aus von einer Trägerrakete vom Typ Minotaur IV(öffnet im neuen Fenster) der US-Luftwaffe fast bis in eine Erdumlaufbahn transportiert werden. Dort soll das unbemannte Flugzeug ausgeklinkt werden und zur Erde zurückgleiten.

Bei dem Gleitflug wird das HTV-2 eine Geschwindigkeit von knapp 21.000 km/h erreichen, was etwa Mach 20 entspricht. Das bedeutet, HTV-2 würde die Strecke von New York nach Los Angeles in 12 Minuten zurücklegen. Nach Ablauf des Testflugs wird das keilförmige Fluggerät nahe dem zu den Marshall-Inseln gehörenden Kwajalein-Atoll im Pazifik wassern. Während des 6.600 Kilometer langen Fluges werden mehr als 20 Stationen auf der Erde, in der Luft, auf See und im Weltall Daten sammeln.
Absturz nach neun Minuten
Den Jungfernflug absolvierte das HTV-2 am 22. April 2010. Er verlief jedoch nicht sehr erfolgreich: Nach etwa neun Minuten geriet das Flugzeug außer Kontrolle und stürzte ins Meer. Das Fluggerät konnte nicht wiedergefunden werden.
Für den heutigen Test wurde das Fluggerät noch einmal modifiziert. Unter anderem wurde der Schwerpunkt verlegt. Einen weiteren Fehlschlag kann sich die Darpa nicht erlauben. Sie hat beim US-Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin nur zwei der Hyperschallflugzeuge in Auftrag gegeben. Falcon gehört zu einem Programm des US-Verteidigungsministeriums, in dessen Rahmen ein Hyperschallflugzeug entwickelt werden soll, das in weniger als einer Stunde jeden Punkt der Erde erreichen kann.
Nachtrag vom 12. August 2011, 9.27 Uhr
Auch der zweite Test des Hyperschallflugzeugs ist fehlgeschlagen: Nach gut neun Minuten verloren die Techniker den Kontakt zu HTV-2, wie das Fachmagazin Aviation Week(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
Der Start mit der Minotaur IV verlief nach Plan, ebenso die Trennung des HTV-2 und der Eintritt in die Gleitphase, bei der das Fluggerät eine Geschwindigkeit von Mach 20 erreichte. Laut Darpa ist HTV-2 auf dem Weg zum Kwajalein-Atoll in den Pazifik gestürzt.
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