Soziale Netze: New Yorker Polizei stellt Facebook-Einheit auf

Die New Yorker Polizei (New York Police Department, NYPD) hat eine Einheit aufgestellt, die in sozialen Netzen nach Straftätern und Unruhestiftern sucht, berichtet die Tageszeitung New York Daily News(öffnet im neuen Fenster) .
Die Polizisten sollen in Angeboten wie Facebook oder Twitter nach Hinweisen auf Gesetzesverstöße suchen. Sie wollen zum einen Spuren von bereits begangenen Straftaten finden, etwa weil sich die Täter ihrer Aktionen rühmen. Zum anderen suchen sie nach Hinweisen auf Ereignisse, die Ärger erwarten lassen, wie etwa das Treffen von Gangs.
Die Leitung der Facebook-Fahnder übernimmt ein 23-Jähriger, der schon einige Erfolge bei Ermittlungen im Internet vorweisen kann. Unter anderem machte er mehrere Täter dingfest, die versuchten, Minderjährige zu verführen.
Über soziale Netze werden immer häufiger die unterschiedlichsten Aktionen verabredet. Das reicht von Spontanpartys , die außer Kontrolle geraten, über die aktuellen Krawalle in der britischen Hauptstadt London bis hin zu politischen Demonstrationen wie etwa 2009 im Iran oder der Jasminrevolution in Tunesien , in Ägypten und in Libyen .
2009 konnten US-Polizisten einen Einbrecher wegen seiner Facebook-Nutzung überführen: Er hatte am Tatort über den dortigen Computer sein Profil in der Community angeschaut, und vergessen, es wieder zu schließen. Im gleichen Jahr konnte ein junger Mann in New York seine Unschuld über Facebook beweisen . Er wurde eines Einbruchs verdächtigt. Anhand der die Verkehrsdaten seines Computers konnte jedoch nachgewiesen werden, dass er zur Tatzeit eine Nachricht bei Facebook einstellte.
Auch hierzulande ermitteln die Polizei und andere Strafverfolger in sozialen Netzen.



