Zum Hauptinhalt Zur Navigation

IBM: Die Ära des PC geht zu Ende

Mark Dean, einer der Entwickler des ersten PC, sieht das Ende der PC-Ära gekommen. Er selbst hat seinen PC durch ein Tablet ersetzt.
/ Jens Ihlenfeld
380 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Dr. Mark Dean war an der Entwicklung des ersten IBM PC beteiligt. (Bild: IBM)
Dr. Mark Dean war an der Entwicklung des ersten IBM PC beteiligt. Bild: IBM

"Auch wenn PCs weiterhin viel genutzte Geräte sind, stehen sie doch nicht mehr an der Spitze der Computerentwicklung. Sie werden denselben Weg gehen wie die Elektronenröhre, die Schreibmaschine, Vinyl-Schallplatten, Röhrenmonitore und Glühbirnen" schreibt Mark Dean in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) und erklärt damit die Ära des PC 30 Jahre nach dessen Debüt für beendet. Dabei war Dean einst als Cheftechniker für die Entwicklung des IBM PC/AT verantwortlich, entwickelte das Bussystem ISA, PS/2 Modelle 70 und 80 und die Farbgrafikkarte im ersten IBM PC. Dean hält drei von neun Patenten des ursprünglichen IBM PC. Heute ist Dean Technikchef von IBM für den nahen Osten und Afrika.

Dean selbst hat den PC hinter sich gelassen und nutzt heute hauptsächlich ein Tablet. "Als ich damals am Design des PC mitgearbeitet habe, dachte ich nicht, dass ich lang genug leben würde, um seinen Untergang mitzuerleben" , schreibt Dean. Er sei auch stolz auf IBMs Entscheidung, 2005 aus dem PC-Geschäft auszusteigen.

"PCs werden als Zentrum der IT ersetzt, nicht durch andere Geräte – trotz der Aufregung über Smartphones und Tablets – sondern durch neue Vorstellungen davon, welche Rolle IT für den Fortschritt spielen kann" , schreibt Dean. Innovationen würden sich nicht am besten über Geräte ausbreiten, sondern in den sozialen Räumen zwischen ihnen. Wo Menschen und Ideen zusammenkämen, hätten Computer den größten Einfluss auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und das Leben der Menschen.

Seinen Arbeitgeber IBM sieht Dean für die Post-PC-Ära gut aufgestellt. Und auch wenn der PC-Revolution die Welt verändert habe, "so glaube ich das die Arbeit von IBM und anderen in Afrika langfristig einen größeren Einfluss haben wird" , schreibt Dean.


Relevante Themen