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Sicherheitsrisiko

Im Urlaub sollten berufliche E-Mails tabu sein

Knapp ein Viertel der Berufstätigen in Deutschland verzichtet auch im Urlaub nicht auf den Zugriff auf berufliche E-Mails und auf Daten in Firmennetzwerken, ergab eine repräsentative Umfrage. Symantec empfiehlt, allein aus Sicherheitsgründen während eines Urlaubes nicht auf Firmendaten zuzugreifen.

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Rund ein Viertel der Berufstätigen fragt im Urlaub berufliche E-Mails ab.
Rund ein Viertel der Berufstätigen fragt im Urlaub berufliche E-Mails ab. (Bild: Frederic J. Brown/AFP/Getty Images)

Vor allem männliche Berufstätige rufen auch im Urlaub berufliche E-Mails ab. Der Anteil liegt bei 29 Prozent. Bei den weiblichen Arbeitnehmern ist der Anteil mit 17 Prozent deutlich niedriger. Insgesamt melden sich rund 23 Prozent der Beschäftigten in Deutschland auch im Urlaub im Unternehmensnetzwerk an und fragen Daten etwa per Smartphone ab, ergab eine repräsentative Umfrage, die Symantec bei Emnid in Auftrag gegeben hatte.

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Wie die Umfrage weiter zeigt, ist das Abrufen beruflicher Informationen für 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen durchaus üblich. Hingegen tun dies nur 15 Prozent der 50- bis 59-Jährigen. Aber auch regionale Unterschiede zeigt die Studie: Während 41 Prozent der Arbeitnehmer in Berlin auch im Urlaub berufliche E-Mails lesen, tun das nur 19 Prozent der Berufstätigen in Bayern.

Firmen drohen Zusatzausgaben in Millionenhöhe

Mit diesem Verhalten steigt das Risiko, dass auch Unbefugte Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten erlangen. Denn der Mitarbeiter könnte sein mobiles Gerät verlieren oder es könnte ihm gestohlen werden. Dann drohen der Firma hohe Kosten, warnt Symantec. Im zurückliegenden Jahr mussten deutsche Firmen durchschnittlich 3,4 Millionen Euro aufbringen, um eine Datenpanne aufzuklären und die möglichen Folgen eindämmen zu können. Damit übersteige der potenzielle Schaden den möglichen Nutzen um ein Vielfaches, den der Mitarbeiter durch sein Engagement im Urlaub erreichen will, heißt es von Symantec.

Aber Symantec führt nicht nur rein sicherheitsrelevante Argumente an, berufliche E-Mails im Urlaub besser liegen zu lassen. "Ohne den jährlichen Reset läuft auch das System Mensch nicht rund", meint Michael Hoos, Director Technology Sales Organisation EMEA Central bei Symantec. Sich selbst für unersetzbar zu halten, werde von modernen Smartphones unterstützt, beschreibt Hoos die Gefahr. Angestellte würden damit die wichtige Gelegenheit verpassen, Distanz zum Berufsalltag zu schaffen und sich physisch wie mental zu erholen, gibt Symantec zu bedenken.

Ähnlich sieht es Olaf Siemens, Geschäftsführer der TÜV Rheinland i-sec, der ebenfalls davon abrät, im Urlaub auf Firmendaten zuzugreifen. "Informationssicherheit ist für Unternehmen ein äußerst wichtiges Gut, dessen müssen sich Mitarbeiter stets bewusst sein und auch so handeln. Vor allem im Urlaub, wenn sie Privates mit Geschäftlichem vermischen und hierdurch besondere Sicherheitsrisiken entstehen", meint Siemens. Er rät, sich vor dem Reiseantritt lieber zweimal zu fragen, ob man besser auf die Arbeit im Urlaub verzichtet. " Am Ende dankt es Ihnen nicht nur der Security-Verantwortliche Ihrer Firma, sondern vor allem auch Ihre Familie", ergänzt Siemens.



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