THQ strukturiert um: Weniger Filmumsetzungen, mehr Onlineangebote
Kaum ein großer Publisher hat in den letzen Jahren ein ähnliches Auf und Ab erlebt wie THQ(öffnet im neuen Fenster): Das Unternehmen aus dem kalifornischen Agoura Hills legt immer mal wieder Bilanzen mit hohen Gewinnen vor, um kurz darauf wieder tief ins Minus zu rutschen. Derzeit läuft es wohl nicht so gut, deshalb kündigt das Management rund um CEO Brian Farrell eine weitere Neuausrichtung an. Künftig soll es weniger familienkompatible Kinderunterhaltung und teure Filmlizenzen geben. Auch die gute, aber aus kommerzieller Sicht erfolglose Rennspielreihe MX vs. ATV wird eingestellt. Bereits im Juli 2011 hatte THQ das zumindest vorläufige Ende der Reihe Red Faction verkündet, die trotz guter Kritiken nur wenig Interesse gefunden hatte.
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Gleichzeitig teilt THQ mit, zwei Entwicklerstudios in Australien schließen zu wollen. Am US-Standort in Phoenix müssen die Entwickler ebenfalls gehen; dort bleibt lediglich eine Abteilung für Qualitätssicherung übrig. Insgesamt verlieren rund 200 Entwickler ihren Job.
Künftig soll THQ verstärkt Onlineinhalte produzieren. Beispielsweise soll es um Hoffnungsträger, wie das für November 2011 angekündigte Saints Row 3, allerlei Angebote geben. Das Ganze nennt sich dann "digital ecosystem" und bezeichnet Downloaderweiterungen, einen Item-Shop und weiteres. Ein ebenfalls geplantes Standbein sind Mobile- und Socialgames. Etwa das für Herbst geplante Facebook-Spiel Margaritaville Online(öffnet im neuen Fenster), das auf einem 70er-Jahre-Song von Jimmy Buffett basiert. Dazu kommen Titel auf Abobasis, beispielsweise das MMORPG Warhammer 40,000: Dark Millennium Online.
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