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"Nicht unser Stil": Anonymous-Aktivisten kritisieren Operation Facebook

Anonymous-Aktivisten distanzieren sich per Twitter von der geplanten Vernichtung von Facebook. "Seid nicht albern!", mahnen sie diejenigen, die im Namen des Kollektivs zur "Operation Facebook" aufgerufen haben.
/ Christian Klaß
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Operation Facebook in der Kritik (Bild: Anonymous/Screenshot von Golem.de)
Operation Facebook in der Kritik Bild: Anonymous/Screenshot von Golem.de

Anonymous-Aktivisten distanzieren sich von der Operation Facebook. Zunächst hatte es Zweifel daran gegeben, dass überhaupt Zugehörige des Aktivistenkollektivs Anonymous hinter dem Aufruf stecken, Facebook zu zerstören ("DAS IST NICHT UNSER STIL(öffnet im neuen Fenster)"). "#OpFacebook wird durch einige Anons organisiert. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass alle von #Anonymous damit einverstanden sind", heißt es jetzt im Twitterfeed @Anonops(öffnet im neuen Fenster), einem der Twitter-Kommunikationskanäle von Anonymous-Mitgliedern.

Anonymous über Operation Facebook
Anonymous über Operation Facebook (02:56)

Per @Anonops werden auch diejenigen gemahnt, die zu dem Angriff auf Facebook am 5. November 2011 aufgerufen haben: "Seid nicht albern. Es passieren wichtigere Dinge in der Welt, als sich mit Launen wie #OpFacebook beschäftigen zu müssen. Lasst uns unseren Stil und unsere Moral behalten #Anonymous", heißt es. Das klingt wie ein Appell zum Schulterschluss, der laut Kritikern auch nötig ist, damit Anonymous wieder zu seinen Idealen zurückfindet.

Damit zeigt sich, dass die Strukturlosigkeit von Anonymous nicht nur ein Schutz, sondern auch ein Risiko für das Kollektiv sein kann. Schließlich kann jeder im Namen von Anonymous eigene Interessen vertreten. Der Aufruf zum Angriff auf Facebook hat Anonymous viel Kritik eingebracht. Nicht nur weil Facebook wie Twitter zu den Kommunikationsmitteln zählt, die Aktivisten etwa in Ägypten zur Organisierung des Widerstandes genutzt haben. Auch weil die Urheber der Aktion andere ungefragt und gegen ihren Willen vor Facebook und sich selbst retten wollen, anstatt mit einer Kampagne Alternativen aufzuzeigen oder zu anderen Protestformen aufzurufen.


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