Abo
  • Services:
Anzeige
Karsten Nohl hat das GPRS-Netz gehackt.
Karsten Nohl hat das GPRS-Netz gehackt. (Bild: Skyhead)

Hacking

GPRS-Daten entschlüsselt und abgehört

Karsten Nohl hat das GPRS-Netz gehackt.
Karsten Nohl hat das GPRS-Netz gehackt. (Bild: Skyhead)

Karsten Nohl ist es gelungen, den GPRS-Datenverkehr von Providern in Europa abzufangen und zu entschlüsseln. Nohl bezeichnet die Verschlüsselung generell als "schwach". Einige Provider verzichteten sogar komplett auf Verschlüsselung.

Der Hacker Karsten Nohl will den GPRS-Hack am heutigen 10. August auf dem diesjährigen Chaos Communication Camp mit einem angepassten Mobiltelefon mit Open-Source-Software demonstrieren. Es ist ihm gelungen, den GPRS-Datenverkehr in einem Radius von fünf Kilometern abzufangen und zu entschlüsseln. Die Verschlüsselung der Provider sei leicht zu knacken gewesen, sagte Nohl der New York Times

Anzeige

Nohl und sein Mitstreiter Luca Melette überprüften mehrere Mobilfunkanbieter in mehreren Ländern, darunter Deutschland und Italien. Laut Nohl hat er den GPRS-Datenverkehr der Provider E-Plus, O2 Deutschland, T-Mobile und Vodafone entschlüsselt und mitgelesen. In Italien verwende lediglich Vodafone Italia eine schwache Verschlüsselung, sagte Nohl. Zwei weitere Mobilfunkanbieter, Telecom Italia TIM und Wind, verzichteten komplett auf die Verschlüsselung.

Nohl wird die entdeckten Schlüssel nicht veröffentlichen. Sämtliche mitgeschnittenen Daten habe er bereits vernichtet, sagt er. Das gebe den Providern einige Monate Zeit, ihre Verschlüsselung zu verbessern, bevor andere Hacker die Schlüssel entzifferten. Ihm sei es lediglich darum gegangen zu beweisen, das Mobilfunkanbieter sich nur wenig um die Datensicherheit ihrer Kunden kümmerten, sagte er der New York Times. Die für die Entschlüsselung benötigte Software und eine Anleitung würden aber nach seinem Vortrag auf dem Chaos Computer Camp 2011 veröffentlicht.

Zunächst hatte er die Technik in einem geschlossen Netzwerk in seiner Firma Security Research Labs in Berlin getestet. Dazu modifizierte er ein Motorola C-123 und erweiterte es mit der Open-Source-Software des Osmocom-Projekts.

Nohl hatte bereits auf dem 27. Hackerkongress des Chaos Computer Clubs bewiesen, dass sich mit Open-Source-Software auch einfache Mobiltelefone für das Mitschneiden des Datenverkehrs nutzen lassen. Auch dass die GSM-Verschlüsselung keine Hürde ist, hat Nohl schon mehrfach bewiesen. Neu ist allerdings, dass auch GPRS und dessen Implementierung durch die Mobilfunkanbieter deutliche Schwachstellen hat.


eye home zur Startseite
Lokster2k 11. Aug 2011

Stimmt, bei der jetzigen Regierung wäre es wohl wirklich eher nachteilig. Aber in einer...

efwoieufhliue 10. Aug 2011

kein weiterer Text

M1chael 10. Aug 2011

Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich nur die Folge 179 des Chaosradios ans...

Vollstrecker 10. Aug 2011

OpenSource, sooft wie das im Artikel erwähnt wird. und jetzt her mit dem Fisch :D

jg (Golem.de) 10. Aug 2011

Vodafone, Vodafone, Vodafone. Geändert - danke!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Pneuhage Management GmbH & Co. KG, Karlsruhe
  2. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. BRZ Deutschland GmbH, Nürnberg
  4. IT Baden-Württemberg (BITBW), Stuttgart


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 799,90€
  2. ab 179,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Elektrorennwagen

    VW will elektrisch auf den Pikes Peak

  2. Messung

    Über 23.000 Funklöcher in Brandenburg

  3. Star Wars Battlefront 2 Angespielt

    Der Todesstern aus Sicht der Kampagne

  4. Nach Wahlniederlage

    Netzpolitiker Klingbeil soll SPD-Generalsekrektär werden

  5. Adasky

    Autonome Autos sollen im Infrarot-Bereich sehen

  6. Münsterland

    Deutsche Glasfaser baut weiter in Nordrhein-Westfalen aus

  7. Infineon

    BSI zertifiziert unsichere Verschlüsselung

  8. R-PHY- und R-MACPHY

    Kabelnetzbetreiber müssen sich nicht mehr festlegen

  9. ePrivacy-Verordnung

    Ausschuss votiert für Tracking-Schutz und Verschlüsselung

  10. Lifetab X10605 und X10607

    LTE-Tablets direkt bei Medion bestellen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xperia Touch im Test: Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
Xperia Touch im Test
Sonys coolem Android-Projektor fehlt das Killerfeature
  1. Roboter Sony lässt Aibo als Alexa-Konkurrenten wieder auferstehen
  2. Sony Xperia XZ1 Compact im Test Alternativlos für Freunde kleiner Smartphones
  3. Sony Xperia XZ1 und XZ1 Compact sind erhältlich

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

ZFS ausprobiert: Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
ZFS ausprobiert
Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
  1. Librem 5 Purism zeigt Funktionsprototyp für freies Linux-Smartphone
  2. Pipewire Fedora bekommt neues Multimedia-Framework
  3. Linux-Desktops Gnome 3.26 räumt die Systemeinstellungen auf

  1. Bitte nicht mehr Funk, sonst schlägt das Gehirn...

    Friedhelm | 18:51

  2. Re: Verkrüppelter Nautilus-Dateimanager

    zilti | 18:44

  3. Achtung Überraschung

    xVipeR33 | 18:40

  4. Re: Sehr Kompakte Beschreibung

    zuschauer | 18:39

  5. Äh, jo, das wars dann für mich.

    Der schwarze... | 18:37


  1. 18:37

  2. 18:18

  3. 18:03

  4. 17:50

  5. 17:35

  6. 17:20

  7. 17:05

  8. 15:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel