Patchday: Gefährliche Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten
Vier von sieben Sicherheitslücken im Internet Explorer können zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden. Angreifer müssen ihre Opfer nur dazu bringen, eine entsprechend präparierte Webseite zu öffnen. Drei weitere Fehler im Internet Explorer lassen sich zum Ausspähen von Informationen missbrauchen. Mit einem Patch(öffnet im neuen Fenster) sollen alle sieben Sicherheitslecks im Internet Explorer 6, 7, 8 und 9 beseitigt werden.
Für die Windows-Plattform hat Microsoft acht Patches veröffentlicht, um insgesamt zehn Sicherheitslecks zu schließen. Zwei dieser Sicherheitslücken können missbräuchlich zur Ausführung von Schadcode genutzt werden. Eine der als gefährlich eingestuften Sicherheitslücken betrifft den DNS-Server von Windows Server 2008 und 2008 R2. Angreifer können den Fehler ausnutzen, indem sie eine manipulierte NAPTR-Abfrage an den DNS-Server senden, um so beliebigen Programmcode auszuführen. Mit einem Patch(öffnet im neuen Fenster) soll dieser Fehler zusammen mit einem Sicherheitsloch beseitigt werden, das auch auf Systemen mit Windows Server 2003 für eine Denial-of-Service-Attacke verwendet werden kann.
Das zweite als gefährlich einzustufende Sicherheitsloch betrifft Windows 7 und Windows Server 2008 R2 und kann zur Ausführung beliebigen Programmcodes missbraucht werden. Das Opfer muss dazu verleitet werden, eine Excel-Datei zu öffnen. Dabei muss sich im gleichen Verzeichnis eine präparierte DLL-Datei befinden, die von Excel nachgeladen wird. Darüber wird dann der Schadcode ausgeführt. Wer also Microsofts Office-Paket nicht verwendet, ist von dem Problem nicht betroffen. Der eigentliche Fehler liegt in der Windows-Komponente Windows Data Access Components 6.0. Mit einem Patch(öffnet im neuen Fenster) soll der Fehler beseitigt werden.
Die sechs weiteren Patches für die Windows-Plattform korrigieren insgesamt sieben Sicherheitslücken, die zur Ausweitung von Benutzerrechten oder für Denial-of-Service-Attacken verwendet werden könnten. Keiner dieser sieben Sicherheitslecks wird als gefährlich eingestuft.
Zwei gefährliche Sicherheitslücken in Visio
Für die Office-Anwendung Visio 2003, 2007 und 2010 hat Microsoft einen Patch(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Dieser beseitigt zwei Sicherheitslücken, die als gefährlich einzustufen sind, weil darüber Schadcode ausgeführt werden kann, indem Opfer zum Öffnen einer entsprechend manipulierten Visio-Datei verleitet werden.
Für das .Net Framework hat Microsoft zwei Patches veröffentlicht, um jeweils eine Sicherheitslücke zu schließen. Beide Fehler könnten zum Ausspähen vertraulicher Daten verwendet werden. Dieses Angriffsziel ist auch mit einer Sicherheitslücke in Visual Studio 2005 sowie im Report Viewer 2005 möglich.
Alle aktuellen Sicherheitspatches für Microsofts Softwareprodukte finden sich in der Security-Bulletin-Übersicht(öffnet im neuen Fenster) zum Herunterladen. Zudem werden alle Patches über die Microsoft-Updatefunktion verteilt.
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