Abo
  • Services:

i2R E-Paper

Mehrfach bedruckbares elektronisches Papier aus Taiwan

Forscher aus Taiwan haben ein neuartiges elektronisches Papier entwickelt, das bedruckt, gelöscht und erneut bedruckt werden kann. Es könnte künftig für Werbeposter oder Fahrkarten verwendet werden. Auch der Einsatz als Farbdisplay für E-Book-Reader könnte möglich sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Farbiges E-Paper: i2R lässt sich 260 Mal neu beschreiben.
Farbiges E-Paper: i2R lässt sich 260 Mal neu beschreiben. (Bild: ITRI)

Wissenschaftler vom taiwanischen Industrial Technology Research Institute (ITRI) in Hsinchu haben ein wiederbedruckbares Papier entwickelt. Es wird mit Hitze beschrieben und mit elektrischem Strom gelöscht.

Stellenmarkt
  1. comemso GmbH, Ostfildern
  2. BIZOL Germany GmbH, Berlin

Als E-Paper bezeichnet das ITRI seine Entwicklung. Der Name ist aber irreführend, denn tatsächlich handelt es sich bei i2R E-Paper um eine Kunststofffolie, die mit cholesterischen Flüssigkristallen beschichtet wird. Das sind Flüssigkristalle, deren Struktur der von Cholesterin ähnelt, erklären die ITRI-Forscher.

Hitze und Strom

Zum Bedrucken des i2R E-Paper wird eine Temperatur von 86 Grad Celsius benötigt. Dazu nutzen die Taiwaner einen herkömmlichen Thermodruckkopf aus einem Faxgerät. Wird elektrische Spannung an das E-Paper angelegt, verschwinden die Inhalte wieder.

Eine cholesterische Flüssigkristallanzeige (Cholesteric Liquid Crystal Display, ChLCD) habe einige Vorteile gegenüber aktuellen Displays, sagen die Wissenschaftler. Anders als ein herkömmliches LCD brauche es keine Hintergrundbeleuchtung. Die Inhalte bleiben auch ohne Stromzufuhr erhalten.

Farbiger E-Book-Reader

Im Gegensatz zu den Bildschirmen der E-Book-Reader kann das i2R E-Paper auch farbig bedruckt werden. Das mache es laut ITRI zu "einem der künftigen Bildschirmmaterialien für farbige E-Books."

Einsatzmöglichkeiten von i2R sehen die ITRI-Forscher etwa bei Werbeplakaten, Fahrkarten oder Namensschildern, also Schildern, die nur zeitweise gebraucht werden. Der Einsatz des wieder beschreibbaren E-Papers könne helfe, die Umwelt zu schonen, sagen die Entwickler. Das i2R selbst bestehe aus umweltfreundlichen Materialien, die wiederverwertet werden könnten.

260 Mal bedrucken

Derzeit ist das E-Paper noch zu teuer und nicht leistungsfähig genug: Ein i2R-Blatt im A4-Format kostet in der Herstellung noch rund 60 Taiwan-Dollar, umgerechnet knapp 1,50 Euro. Außerdem lässt es sich momentan nur rund 260 Mal beschreiben und löschen - deutlich zu wenig, um als Bildschirm in einem E-Book-Reader eingesetzt zu werden. Die Forscher wollen das i2R weiterentwickeln. In etwa zwei Jahren soll das elektronische Papier marktreif sein.

Für ihre Entwicklung haben die Forscher kürzlich einen der renommierten R&D 100 Awards erhalten.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  2. mit Gutschein: HARDWARE50 (nur für Neukunden, Warenwert 104 - 1.000 Euro)
  3. 83,90€

nicoledos 09. Aug 2011

Man könnte den Inhalt bei einem Plakat nach einem n Stunden immer "refreshen" oder gleich...

admin666 09. Aug 2011

Papier besteht größtenteils aus pflanzlichen Fasern.

MeinSenf 09. Aug 2011

Bisher nur diese reduzierten Tabletts mit LCD. Das i2R wäre dann eine echte Füllung für...


Folgen Sie uns
       


Sonos Beam im Hands on

Beam ist Sonos' erste smarte Soundbar und läuft mit Amazons Alexa. Im Zusammenspiel mit einem Fire-TV-Gerät kann dieses bequem mit Beam mit der Stimme bedient werden. Die Beam-Soundbar von Sonos kostet 450 Euro und soll am 17. Juli 2018 erscheinen.

Sonos Beam im Hands on Video aufrufen
VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Grafikkarten Virtual Link via USB-C für Next-Gen-Headsets
  2. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  3. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge

Nasa-Teleskop: Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
Nasa-Teleskop
Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig

Seit 1996 entwickelt die Nasa einen Nachfolger für das Hubble-Weltraumteleskop. Die Kosten dafür stiegen seit dem von 500 Millionen auf über 10 Milliarden US-Dollar. Bei Tests fiel das Prestigeprojekt zuletzt durch lockere Schrauben auf. Wie konnte es dazu kommen?
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt US-Regierung gibt der Nasa nicht mehr Geld für Mondflug

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten
  2. Dota 2 128.000 CPU-Kerne schlagen fünf menschliche Helden
  3. KI-Bundesverband Deutschland soll mehr für KI-Forschung tun

    •  /