Durchsuchungsaktion

Kriminelle bedrohen Onlineshops mit DDoS-Attacken

30 Onlineshops in Deutschland sind angegriffen und erpresst worden. Gegen die Verdächtigen gab es eine Durchsuchungsaktion in vier Bundesländern.

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Kriminaldienstmarke
Kriminaldienstmarke (Bild: Wo st 01/Wikipedia CC Attribution-Share Alike 3.0 Lizenz)

Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sind mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion gegen Verdächtige vorgegangen, die rund 30 Betreiber von Onlineshops mit Distributed-Denial-of-Services (DDoS)-Attacken erpresst haben sollen. Das gaben die Behörden am 8. August 2011 bekannt. Bei der Generalstaatsanwaltschaft führte die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) die Ermittlungen.

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Durchsucht wurden vier Wohnungen von Verdächtigen in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. An dem Einsatz waren rund 40 Beamte des Bundeskriminalamts und der Länderpolizei beteiligt. Die Beschuldigten im Alter von 17 bis 23 Jahren werden verdächtigt, im Zeitraum von Juni bis Juli 2010 die Betreiber von rund 30 Onlineshops erpresst zu haben. Sie griffen die Shops mit DDos-Attacken an und forderten die Zahlung von kleinen Beträgen von 50 bis 250 Euro, andernfalls sollten die Onlineshops erneut das Ziel von DDoS-Attacken werden.

Durch die Angriffe waren die Shops mehrere Stunden offline, was Umsatzeinbuße von rund 100.000 Euro verursacht haben soll. Für den Fall der Nichtzahlung drohten die Täter mit weiteren Angriffen auf die Server. "Das BKA rät Shop-Betreibern, sich in vergleichbaren Fällen an die Polizeibehörden zu wenden", erklärten die Ermittlern.

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte Golem.de, dass keine bekannten Crackergruppen beteiligt seien: "Das sind Einzeltäter, die untereinander in Kontakt standen. Die tatsächlich erpressten Gelder betragen nur rund 1.000 Euro." Große Händler wie Amazon und Otto waren von der Erpressung nicht betroffen, erklärte der Sprecher. Aber auch bekannte Shops wurden angegriffen. Die Staatsanwaltschaft wolle aber keine Namen von Unternehmen mitteilen. Von den Verdächtigen befinde sich niemand in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher.

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