Radeon Memory: DDR3-Speicherriegel von AMD tauchen auf
In Japan sind erste Pakete mit Speicherriegeln mit dem Markennamen Radeon aufgetaucht. Es handelt sich dabei um DDR3-Speicher, der schon seit einigen Wochen auf AMDs Webseite beschrieben wird(öffnet im neuen Fenster), allerdings sind die dort genannten Informationen eher spärlich.
Entdeckt wurden die Verkaufsverpackungen von Akiba PC Watch(öffnet im neuen Fenster) (Impress.co.jp). Sogar Screenshots von CPU-Z sind dort zu sehen. Diesen zufolge wurde zumindest ein Modul bereits in der 16. Woche des Jahres 2011 hergestellt, also etwa Mitte April.
AMD plant insgesamt drei verschiedene Speicherangebote. Die in Japan aufgetauchten Module entsprechen der Entertainment-Serie und sind DDR3-1333 alias PC3-10600 mit 9-9-9er Timings (CL-tRCD-tRP). Des weiteren geplant ist eine Ultrapro-Gaming-Serie (DDR3-1600) mit 11-11-11 als Timing. Daten für die kommende Enterprise-Serie gibt es noch nicht.
Allen gemein ist, dass es nur 2-GByte-Module geben wird.
Die Daten lassen darauf schließen, dass der Einsteig von AMD wohl kaum dazu gedacht ist, eine bedeutende Stellung im Markt zu erreichen. Auch Gewinne werden mit den Modulen nur gering ausfallen. Zumindest sind die Preise von Arbeitsspeichermodulen im Moment sehr niedrig. 1.570 Yen kostet ein 2-GByte-Modul in Japan, umgerechnet sind das etwa 14 Euro ohne Berücksichtigung hiesiger Steuern und Abgaben – vergleichbar mit den Speicherriegeln anderer Markenhersteller.
Module werden in Japan und Kanada angeboten
In dem Shop, in dem die Module entdeckt worden sind, sind sie bereits ausverkauft. Der Händler sagte PC Watch, derzeit sei unklar, wann die nächste Lieferung komme. Interessanterweise sollen die Speicherriegel keine AMD-Garantie haben, möglicherweise sind sie auch seltene Sammlerstücke, und kein echter Marktstart ist geplant. Allerdings werden die Speicherriegel auch in Kanada angeboten(öffnet im neuen Fenster), dort zu einem Preis von 10 kanadischen Dollar (CAD), umgerechnet etwa 7 Euro. AMD Deutschland war für eine Nachfrage bisher nicht zu erreichen.
Anwender, die sich mit Hardware auskennen, werden kaum einen Grund finden, sich die Module der Entertainment- oder Ultrapro-Serie mit so wenig Speicherkapazität anzuschaffen. Käufer finden sich wohl eher im Bereich der markentreuen Anwender, die zu ihrer AMD-CPU und der AMD-Grafikkarte auch gleich den passenden Arbeitsspeicher mit AMDs Logo haben möchten. Für den Unternehmensbereich wirken Module mit einer Speicherkapazität 2 GByte doch sehr klein.
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