KDE: Plasma Active will mit iOS und Android gleichziehen
Mit Plasma Active soll bereits im Laufe des Jahres 2011 eine funktionsfähige Version des KDE-Desktops für mobile Geräte erscheinen. Laut KDE-Entwickler Sebastian Kügler vom Plasma-Entwicklungsteam will das KDE-Team seine Benutzeroberfläche neben iOS und Android positionieren. Wichtig sei vor allem, Benutzern und Entwicklern ein vollkommen freies Ökosystem zu bieten, sagte er auf dem Desktop Summit 2011 in Berlin.

Plasma Active will dem Anwender eine weitgehend konfigurierbare Benutzerschnittstelle zur Verfügung stellen. Zugleich haben sich die KDE-Entwickler vorgenommen, Plasma Active "elegant und schön" zu gestalten. Das System soll auch offen sein, damit es Entwickler selbst gestalten und weiterentwickeln können.
Vollkommen freie Benutzeroberfläche
Apple und Android seien proprietäre Systeme, sagte Kügler. Android nutze zwar den quelloffenen Linux-Kernel, die Benutzeroberfläche würde aber von Herstellern modifiziert und teils nicht unter eine Open-Source-Lizenz gestellt. Kügler bemängelte bei beiden auch die zentralisierten App-Stores. Den alternativen WebOS und Blackberrys QNX-basiertem Betriebssystem mangele es zudem an einem breiten Ökosystem.
Plasma Active soll mit seiner Contour-Benutzeroberfläche über ein breites Gerätespektrum nutzbar sein. Der Software-Stack soll völlig frei sein.
Erweiterbar mit Plugins
Plasma Active verwendet die Aktivitäten, die bereits in Plasma Desktop genutzt werden. So soll der Benutzer sich nicht auf die Anwendungen, sondern auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Darüber hinaus wird Plasma Active vor allem für den Zugang zu sozialen Medien konzipiert und weitgehend konfigurierbar sein. Außerdem soll es über Plugins leicht erweiterbar sein.
Für Plasma Active soll es zunächst offizielle Applikationen(öffnet im neuen Fenster) geben, die aus Architektur-übergreifendem Code bestehen sollen. Applikationen von Drittanbietern können native Plasma-Apps sein, aber auch Apps für Meego oder aus der KDE SC.
Plasma Quick und Javascript
Entwickler sollen kleine Architektur-unabhängige Applikationen erstellen können. Dazu sollen sie auf das Plasma-Quick-Framework(öffnet im neuen Fenster) zugreifen können, das auf QML basiert, aber auch auf Qt Quick und Javascript.
Für die Entwicklung zeigt sich unter anderem auch open-slx(öffnet im neuen Fenster) verantwortlich, die die entsprechenden Pakete für Opensuse 11.4 und gleichzeitig ein Live-Image(öffnet im neuen Fenster) bereitstellt. An einer Portierung auf die ARM-Plattform wird ebenfalls gearbeitet. Am Mittwoch, den 10. August können Interessierte im Rahmen eines Workshops auf dem Desktop Summit 2011 eine Demo-Version begutachten.
Für sämtliche mobile Geräte
Plasma Active solle bereits im September 2011 auf einem Tablet ausgeliefert werden, sagte Kügler. Auf dem N900 von Nokia und dem ExoPC soll Plasma Active bereits funktionieren. Der Desktop für mobile Geräte soll langfristig nicht nur auf Tablets zum Einsatz kommen, sondern auf sämtlichen Geräten mit Touch-Oberfläche, darunter Handhelds und Set-Top-Boxen.
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