Smartphones

Gefährliches Sicherheitsleck im Android-Browser

Im Webkit-Browser von Android befindet sich ein Sicherheitsloch, das für gefährliche Angriffe verwendet werden kann. Angreifer können Android-Anwendungen ohne Wissen des Nutzers installieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck
Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck (Bild: Beck Diefenbach/Reuters)

Im Android-Browser haben Forscher der Uni Saarland eine gefährliche Sicherheitslücke entdeckt. Die eigentliche Sicherheitslücke steckt in der View-Intent-Funktion des Android-Browsers. Im schlimmsten Fall können Angreifer darüber beliebige Applikationen auf einem fremden Gerät installieren. Dazu muss das Opfer dazu verleitet werden, eine Anwendung zu installieren, die versteckte Schadroutinen enthält. Angreifer missbrauchen dann View-Intent, indem sie über die Webversion des Android Market eine Anwendung installieren.

Stellenmarkt
  1. Software Developer (w/m/d)
    Intrum Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH, Hamburg
  2. Business Intelligence Developer (m/w/d)
    Christian Funk Holding GmbH & Co. KG, Offenburg
Detailsuche

Dabei wird eine Anwendung nach Angaben der Forscher ohne Nachfrage auf dem Android-Gerät installiert. Die bei der Installation von Android-Anwendungen übliche Abfrage zu den angeforderten Berechtigungen erscheint nicht, der Nutzer erfährt also auch nicht, mit welchen Berechtigungen sich die Anwendung installiert.

In den vergangenen Monaten wurde wiederholt Schadsoftware über den Android Market verbreitet. Wenn ein Angreifer Besitzer eines Android-Geräts dazu bringt, eine entsprechend präparierte Webseite zu öffnen, kann dieser Schadsoftware über den Android Market installieren, ohne dass der Angegriffene das bemerkt.

Zudem kann das Sicherheitsloch im Android-Browser dazu missbraucht werden, vertrauliche Daten auszulesen. Dann ist keine Installation einer Anwendung erforderlich, es genügt der Besuch einer entsprechend präparierten Webseite mit dem Android-Browser.

Update ist in Arbeit

Golem Akademie
  1. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.06.2022, Virtuell
  2. Linux-Systemadministration Grundlagen: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    16.-20.05.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Sicherheitsloch haben die Forscher für Android 2.3.4 und Android 3.0.1 bestätigt. Sie vermuten, dass der Fehler auch vorherige Android-Versionen betrifft. Ende Juni 2011 hatten sie Google auf den Fehler hingewiesen und die Informationen zu der Sicherheitslücke nun veröffentlicht, nachdem Google angekündigt hatte, dass der Fehler in Android korrigiert worden ist. Wann Google ein Update mit der Fehlerkorrektur veröffentlicht, ist nicht bekannt.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass Google den Fehler nur mit einem Update auf Android 2.3.5 beseitigen wird. Damit wird es noch Monate und Jahre dauern, bis die Sicherheitslücke in allen verwendeten Android-Smartphones beseitigt wird. Obwohl bereits recht viele Smartphones mit Gingerbread alias Android 2.3 laufen, haben nur die wenigsten Geräte bislang ein Update auf das ganz aktuelle Android 2.3.4 erhalten.

Nachtrag vom 5. August 2011, 19:02 Uhr

In der ursprünglichen Artikelversion fehlte der Hinweis darauf, dass ein Opfer eine Anwendung mit Schadroutine installieren muss. Diese Angabe wurde nachgefügt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Netspy 11. Aug 2011

Bei dir weiß man echt nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Netspy 06. Aug 2011

Ach, du darfst nörgeln (deine Anspielung war ja nichts anderes) und ich nicht?

ip (Golem.de) 05. Aug 2011

danke für den Hinweis. Der Fehler im Artikel wurde korrigiert.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
LG HU915QE
Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung

LG hat einen Kurzdistanzprojektor mit Lasertechnik vorgestellt. Der HU915QE erzeugt ein riesiges Bild und steht dabei fast an der Wand.

LG HU915QE: Laserprojektor erzeugt 90-Zoll-Bild aus 5,6 cm Entfernung
Artikel
  1. Snapdragon 8+ Gen1: 4 nm TSMC spart 30 Prozent bei Qualcomm-SoC
    Snapdragon 8+ Gen1
    4 nm TSMC spart 30 Prozent bei Qualcomm-SoC

    Durch den Wechsel des Fertigungsverfahrens ist der Snapdragon 8+ Gen1 deutlich effizienter als der Snapdragon 8 Gen1, selbst bei mehr Takt.

  2. Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets: Was Fahrgäste wissen müssen
    Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets
    Was Fahrgäste wissen müssen

    Das 9-Euro-Ticket für den ÖPNV ist beschlossene Sache, Verkehrsverbünde und -unternehmen sehen sich auf den Verkaufsstart in diesen Tagen gut vorbereitet. Doch es gibt viele offene Fragen.

  3. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer Predator X38S (UWQHD, 175 Hz OC) 1.499€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 268€ und PowerColor RX 6750 XT Red Devil 609€ und RX 6900 XT Red Devil Ultimate 949€) • Alternate (u. a. Cooler Master Caliber R1 159,89€) • SanDisk Portable SSD 1 TB 81€ • Motorola Moto G60s 149€ [Werbung]
    •  /