Abo
  • Services:
Anzeige
Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck
Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck (Bild: Beck Diefenbach/Reuters)

Smartphones

Gefährliches Sicherheitsleck im Android-Browser

Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck
Android-Browser hat gefährliches Sicherheitsleck (Bild: Beck Diefenbach/Reuters)

Im Webkit-Browser von Android befindet sich ein Sicherheitsloch, das für gefährliche Angriffe verwendet werden kann. Angreifer können Android-Anwendungen ohne Wissen des Nutzers installieren.

Im Android-Browser haben Forscher der Uni Saarland eine gefährliche Sicherheitslücke entdeckt. Die eigentliche Sicherheitslücke steckt in der View-Intent-Funktion des Android-Browsers. Im schlimmsten Fall können Angreifer darüber beliebige Applikationen auf einem fremden Gerät installieren. Dazu muss das Opfer dazu verleitet werden, eine Anwendung zu installieren, die versteckte Schadroutinen enthält. Angreifer missbrauchen dann View-Intent, indem sie über die Webversion des Android Market eine Anwendung installieren.

Anzeige

Dabei wird eine Anwendung nach Angaben der Forscher ohne Nachfrage auf dem Android-Gerät installiert. Die bei der Installation von Android-Anwendungen übliche Abfrage zu den angeforderten Berechtigungen erscheint nicht, der Nutzer erfährt also auch nicht, mit welchen Berechtigungen sich die Anwendung installiert.

In den vergangenen Monaten wurde wiederholt Schadsoftware über den Android Market verbreitet. Wenn ein Angreifer Besitzer eines Android-Geräts dazu bringt, eine entsprechend präparierte Webseite zu öffnen, kann dieser Schadsoftware über den Android Market installieren, ohne dass der Angegriffene das bemerkt.

Zudem kann das Sicherheitsloch im Android-Browser dazu missbraucht werden, vertrauliche Daten auszulesen. Dann ist keine Installation einer Anwendung erforderlich, es genügt der Besuch einer entsprechend präparierten Webseite mit dem Android-Browser.

Update ist in Arbeit

Das Sicherheitsloch haben die Forscher für Android 2.3.4 und Android 3.0.1 bestätigt. Sie vermuten, dass der Fehler auch vorherige Android-Versionen betrifft. Ende Juni 2011 hatten sie Google auf den Fehler hingewiesen und die Informationen zu der Sicherheitslücke nun veröffentlicht, nachdem Google angekündigt hatte, dass der Fehler in Android korrigiert worden ist. Wann Google ein Update mit der Fehlerkorrektur veröffentlicht, ist nicht bekannt.

Es ist allerdings davon auszugehen, dass Google den Fehler nur mit einem Update auf Android 2.3.5 beseitigen wird. Damit wird es noch Monate und Jahre dauern, bis die Sicherheitslücke in allen verwendeten Android-Smartphones beseitigt wird. Obwohl bereits recht viele Smartphones mit Gingerbread alias Android 2.3 laufen, haben nur die wenigsten Geräte bislang ein Update auf das ganz aktuelle Android 2.3.4 erhalten.

Nachtrag vom 5. August 2011, 19:02 Uhr

In der ursprünglichen Artikelversion fehlte der Hinweis darauf, dass ein Opfer eine Anwendung mit Schadroutine installieren muss. Diese Angabe wurde nachgefügt.


eye home zur Startseite
Netspy 11. Aug 2011

Bei dir weiß man echt nicht, ob man lachen oder weinen soll.

Netspy 06. Aug 2011

Ach, du darfst nörgeln (deine Anspielung war ja nichts anderes) und ich nicht?

ip (Golem.de) 05. Aug 2011

danke für den Hinweis. Der Fehler im Artikel wurde korrigiert.


Sebbis Blog / 05. Aug 2011



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MediaMarktSaturn Retail Group, Erfurt
  2. BSH Hausgeräte GmbH, München
  3. Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, Efringen-Kirchen
  4. Gentherm GmbH, Odelzhausen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-13%) 34,99€

Folgen Sie uns
       


  1. eActros

    Elektrischer Mercedes-Benz-Lkw fährt schon 2018

  2. Snapdragon 5G

    Qualcomm nutzt Samsungs 7LPP-EUV-Fertigung

  3. Retrofit Kit

    Alte MacOS-Versionen für APFS fit machen

  4. Porto Santo

    Renault will Elektroinsel schaffen

  5. LED-Lampen

    Computer machen neues Licht

  6. Signal Foundation

    Whatsapp-Gründer investiert 50 Millionen US-Dollar in Signal

  7. Astronomie

    Amateur beobachtet erstmals die Geburt einer Supernova

  8. Internet der Dinge

    Bosch will die totale Vernetzung

  9. Bad News

    Browsergame soll Mechanismen von Fake News erklären

  10. Facebook

    Denn sie wissen nicht, worin sie einwilligen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Axel Voss: "Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
Axel Voss
"Das Leistungsschutzrecht ist nicht die beste Idee"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Ratspräsidentschaft schlägt deutsches Modell vor
  2. Fake News Murdoch fordert von Facebook Sendegebühr für Medien
  3. EU-Urheberrechtsreform Abmahnungen treffen "nur die Dummen"

Sam's Journey im Test: Ein Kaufgrund für den C64
Sam's Journey im Test
Ein Kaufgrund für den C64
  1. THEC64 Mini C64-Emulator erscheint am 29. März in Deutschland
  2. Sam's Journey Neues Kaufspiel für C64 veröffentlicht

Star Trek Discovery: Die verflixte 13. Folge
Star Trek Discovery
Die verflixte 13. Folge
  1. Star Trek Bridge Crew Sternenflotte verlässt Holodeck

  1. Re: "erste [...] überhaupt, das aus dieser...

    Muhaha | 07:51

  2. Re: OpenSignal Datensätze für Deutschland nicht...

    Hannes.mueller | 07:49

  3. Re: Mixer

    Pansen | 07:48

  4. Re: Good News

    KOTRET | 07:48

  5. Re: Coinhive FTW

    chefin | 07:46


  1. 07:44

  2. 07:34

  3. 07:25

  4. 07:14

  5. 07:00

  6. 21:26

  7. 19:00

  8. 17:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel