Weltmarktführer: Apple verkauft die meisten Smartphones
Im zweiten Quartal 2011 hat Apple auf dem Weltmarkt 20,3 Millionen iPhones verkaufen können, berichten die Marktforscher von IDC(öffnet im neuen Fenster) . Das entspricht einem Marktanteil von 19,1 Prozent und genügt locker für die Marktführerschaft in diesem Segment. Im Vorjahr schaffte Apple nur den dritten Platz mit einem Marktanteil von 8,4 Prozent und 13 Millionen verkauften iPhones. Seitdem hat sich Apples Marktanteil mehr als verdoppelt.
Vergangene Woche mutmaßten Analysten von Strategy Analytics noch, dass der künftige Smartphonemarktführer Samsung sein könnte . Stattdessen schaffte Samsung im zweiten Quartal 2011 nur den zweiten Platz auf die Weltrangliste im Smartphonemarkt, konnte damit aber immerhin Nokia auf den dritten Platz verweisen. Kunden kauften 17,3 Millionen Samsung-Smartphones und verhalfen dem Hersteller damit zu einem Marktanteil von 16,2 Prozent.
| Hersteller | Verkaufte Smartphones | Marktanteil |
|---|---|---|
| 1. Apple | 20,3 Millionen | 19,1 Prozent |
| 2. Samsung | 17,3 Millionen | 16,2 Prozent |
| 3. Nokia | 16,7 Millionen | 15,7 Prozent |
| 4. RIM | 12,4 Millionen | 11,6 Prozent |
| 5. HTC | 11,7 Millionen | 11 Prozent |
Ein Jahr zuvor lag Samsungs Marktanteil bei Smartphones bei gerade einmal 5,6 Prozent. Damit verdreifachte sich Samsungs Marktanteil beinahe und der Hersteller kann damit den größten Wachstum im Smartphonemarkt vorweisen. Die meisten Samsung-Smartphones laufen mit Android, aber auch Bada-Geräte haben sich laut IDC gut verkauft, während Windows-Phone-7-Smartphones die Kunden kaum interessieren.
Jahrelang war Nokia der Marktführer im globalen Smartphonemarkt, aber mit diesem Quartal ist das nun vorbei. Nokia musste erhebliche Einbußen bei den Verkaufszahlen hinnehmen und rutschte vom ersten auf den dritten Platz. 16,7 Millionen verkaufte Symbian-Smartphones genügten nur noch für einen Marktanteil von 15,7 Prozent. Noch ein Jahr zuvor kauften die Kunden Nokia 24 Millionen Smartphones ab und verschafften dem Hersteller einen Marktanteil von 37,3 Prozent. Damit hat sich Nokias Marktanteil mehr als halbiert.
HTC attackiert RIM
Seitdem Nokia im Februar 2011 bekanntgegeben hatte, künftig mit Microsoft zusammenzuarbeiten und auf Windows Phone 7 als primäre Smartphone-Plattform zu wechseln, sind die Smartphone-Absatzzahlen von Nokia stark eingebrochen. Erste Smartphones von Nokia auf Basis von Windows Phone 7 werden Ende des Jahres erwartet und Nokia hofft, damit den Abwärtstrend aufhalten zu können.
Als einziger Smartphonehersteller verzeichnet Research In Motion (RIM) in diesem Quartal vergleichsweise wenige Schwankungen. RIM hat mit 12,4 Millionen Blackberry-Smartphones einen Marktanteil von 11,6 Prozent erreicht und damit den vierten Platz in der Smartphone-Weltrangliste eingenommen. Vor einem Jahr verkaufte RIM 11,2 Millionen Blackberry-Geräte, was einem Marktanteil von 17,4 Prozent entsprach.
Deutliche Zuwächse gibt es bei HTC, die nur mit einem geringen Abstand hinter RIM den fünften Platz im Smartphonemarkt einnehmen. HTC kommt auf 11,7 Millionen verkaufte Smartphones und kann damit einen Marktanteil von 11 Prozent erreichen. Noch vor einem Jahr interessierten sich nur 4,4 Millionen Käufer für HTCs Smartphones und sorgten so für einen Marktanteil von 6,8 Prozent. Damals lag HTC bei den Smartphone-Verkaufszahlen noch vor Samsung, die nur einen Marktanteil von 5,6 Prozent vorweisen konnten.
Insgesamt legte der globale Smartphonemarkt um 65,4 Prozent zu. Im zweiten Quartal 2011 wurden somit 106,5 Millionen Smartphones verkauft. Noch vor einem Jahr lagen die Verkaufszahlen bei 64,4 Prozent. IDC erwartet für das Gesamtjahr einen Zuwachs von 55 Prozent. Zum Marktanteil der einzelnen Smartphone-Plattformen im zweiten Quartal 2011 machte IDC keine Angaben.



