Abo
  • Services:

Dido

Neue Funktechnik soll bessere Übertragungsqualität bieten

Je mehr Smartphones und andere mobile Endgeräte sich in einer Funkzelle befinden, desto langsamer werden Daten übertragen. Eine neue Funktechnik, die Sendekapazitäten besser nutzt, soll eine bessere Übertragungsqualität bieten.

Artikel veröffentlicht am ,
Mobiles Internet: Dido soll schnellere Übertragung bieten.
Mobiles Internet: Dido soll schnellere Übertragung bieten. (Bild: Jorge Silva/Reuters)

Steve Perlman, Chef des Streaming-Anbieters Onlive, hat eine Technik entwickelt, die die große Einschränkung heutiger Mobilfunknetze aufheben soll: Distributed Input Distributed Output, kurz Dido, bietet laut Perlman die volle Übertragungsgeschwindigkeit unabhängig von der Zahl der Nutzer.

Mehr Nutzer - weniger Brandbreite

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München
  2. über experteer GmbH, verschiedene Standorte in Deutschland, Slowakei und Ungarn

Bei der heutigen Mobilfunktechnik meldet sich der Nutzer an einer Funkzelle an. Die Datendurchsatzrate steht dabei aber in direktem Zusammenhang mit der Zahl der Nutzer: Je mehr Geräte in einer Funkzelle angemeldet sind, desto weniger Bandbreite steht für den Einzelnen zur Verfügung - nicht zuletzt, weil sich die Signale gegenseitig stören.

Dido hingegen verfolgt einen ganz anderen Ansatz: Der Nutzer wird nicht von einer bestimmten Funkzelle aus mit Daten versorgt, sondern von verschiedenen. Gesteuert wird die Datenübertragung durch einen Cloud-Server. Ruft ein Nutzer eine Website auf, sendet sein mobiles Gerät neben dem Seitenaufruf auch Informationen über die lokalen Netzgegebenheiten wie Sendestationen oder verfügbare Frequenzen an den Server.

Verteilte Übertragung

Der Server berechnet daraus sowie aus den Daten anderer mobiler Geräte in der Nähe einen Übertragungsweg und liefert die Website über verschiedene verfügbare Sendestationen an das mobile Endgerät aus. Dido macht sich dabei ein Phänomen zunutze, das normalerweise die Übertragungsqualität beeinträchtigt: die Funkstörung. Jedes eintreffende Signal für sich ist nicht dekodierbar. Erst wenn es mit den anderen eintreffenden Signalen auf eine ganz bestimmte Weise interferiert, kann das Gerät sie dekodieren.

Funksignale zu kodieren, die mit anderen auf eine ganz bestimmte Art und Weise interferieren, und zu übertragen, erfordere eine hohe Rechenleistung, sagte Perlman dem US.Wissenschaftsmagazin Technology Review. Dafür werde ein Cloud-Server eingesetzt.

Neue Infrastruktur

Für die neue Mobilfunktechnik würden kleinere Basistationen als die heute üblichen gebraucht, erklärt Perlman. Diese könnten auf Dächern oder Laternenmasten angebracht werden. Die Stationen werden von den Dido-Servern gesteuert, die berechnen, wie die Daten interferieren müssen. Die Signale werden verändert, wenn sich das Gerät bewegt, etwa wenn der Nutzer im Auto fährt und sich das Frequenzspektrum ändert oder andere Sender zur Verfügung stehen.

Perlman ist überzeugt, dass Dido vor allem in großen Städten zu einer besseren Übertragungsqualität beitragen könnte. Allerdings ist dafür eine komplett neue Infrastruktur notwendig: neue Sender ebenso wie neue Empfänger für Mobiltelefone und andere Geräte und die Server, die die Datenübertragung steuern. Pilotprojekte laufen derzeit im kalifornischen Palo Alto und im ländlichen Texas.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 39,99€
  2. (heute u. a. Roccat Tyon Maus 69,99€, Sandisk 400 GB Micro-SDXC-Karte 92,90€)
  3. 19,99€
  4. (heute u. a. Yamaha AV-Receiver 299,00€ statt 469,00€)

tingelchen 05. Aug 2011

Wenn ich das richtig verstand habe, will man mit DiDo im Grunde die Last einer einzelnen...

Wollny 05. Aug 2011

Ehrlich gesagt klingt das ja schön und gut .. aber aus Sicht der Provider wird das wohl...


Folgen Sie uns
       


BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht

BMW setzt auf elektrischen Motorsport: Die Münchener treten als zweiter deutscher Autohersteller in der Rennserie Formel E an. BMW hat in München das Fahrzeug für die Saison 2018/19 vorgestellt.

BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht Video aufrufen
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40: Es kann nur eines geben
HP Elitebook 840 und Toshiba Tecra X40
Es kann nur eines geben

Nicht nur Lenovo baut gute Business-Notebooks, auch HP und Toshiba haben Produkte, die vergleichbar sind. Wir stellen je ein Modell der beiden Hersteller mit ähnlicher Hardware gegenüber: das eine leichter, das andere mit überlegenem Akku - ein knapper Gewinner nach Punkten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Portégé X20W-D-145 Toshiba stellt alte Hardware im flexiblen Chassis vor
  2. Tecra X40-E-10W Toshibas 14-Zoll-Thinkpad-Pendant kommt mit LTE
  3. Dell, HP, Lenovo AMDs Ryzen Pro Mobile landet in allen Business-Notebooks

LittleBits Hero Inventor Kit: Die Lizenz zum spaßigen Lernen
LittleBits Hero Inventor Kit
Die Lizenz zum spaßigen Lernen

LittleBits gehört mittlerweile zu den etablierten und erfolgreichen Anbietern für Elektronik-Lehrkästen. Für sein neues Set hat sich der Hersteller eine Lizenz von Marvel Comics gesichert. Versucht LittleBits mit den berühmten Superhelden von Schwächen abzulenken? Wir haben es ausprobiert.
Von Alexander Merz


    Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
    Life is Strange 2 im Test
    Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

    Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
    Von Peter Steinlechner

    1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

      •  /