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APS-C-Sensor: GXR arbeitet mit alten Leica-Objektiven

Ricohs Systemkamera GXR wird mit auswechselbaren Objektiv-Sensorkombinationen bausteinartig zusammengesetzt und soll bald mit Leica-Objektiven ab Baujahr 1952 arbeiten. Das entsprechende Modul mit APS-Sensor steht kurz vor der Veröffentlichung.
/ Andreas Donath
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A12-Sensormodul für Leica-M-Objektive (Bild: Ricoh)
A12-Sensormodul für Leica-M-Objektive Bild: Ricoh

Ricoh weicht bei der Hybridkamera GXR erstmals von seinem System ab. Die Kamera besteht bislang aus zwei Teilen: einem Gehäuse mit Auslöser, Display und Bedienelementen und einem Modul, in dem Sensor und Objektiv in einer festen Einheit untergebracht sind. Beides wird zusammengesteckt und ergibt die Kamera.

Nun entwickelt ein Modul mit APS-C-Sensor, das einen Anschluss für Leica-M-Objektive(öffnet im neuen Fenster) besitzt. M-Objektive gibt es seit 1952. Sie wurden zur Einführung der Leica M3(öffnet im neuen Fenster) mit Bajonettanschluss vorgestellt.

Das Objektivadapter-Modul GXR Mount (A12) ermöglicht den Anschluss von Objektiven mit Leica M-Bajonett und ist mit einem Schlitzverschluss ausgerüstet, der Belichtungszeiten von 1/4.000 bis 180 Sekunden ermöglicht. Der alternative, lautlose elektronische Verschluss sorgt für Belichtungszeiten von 1/8.000 bis 1 Sekunden. Da kein Autofokus vorhanden ist, muss der Fotograf manuell scharfstellen. Eine Vergrößerung im Display soll dabei helfen, die korrekte Schärfe einzustellen.

Der Fotograf kann sowohl die Randabschattung als auch die Verzerrung pro Objektiv korrigieren. Die Korrekturwerte können direkt am Modul eingestellt werden. Dadurch erspart sich der Anwender eine mühselige Nachbearbeitung am Rechner.

Filmen mit 720p

Das A12-Modul erreicht eine Auflösung von 12 Megapixeln und kann auch Videos in 720p aufnehmen. Ricoh will es ab September für rund 650 US-Dollar anbieten.

Ricoh hatte im März 2010 schon einmal auf der japanischen Handelsmesse CP+ eine Reihe von Objektivkonzepten für die GXR gezeigt. Darunter waren Module für den Anschluss von Leica- und Hasselblad-Objektiven. Damals galten die funktionsunfähigen Modelle noch als Konzeptstudien.


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