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Studie

Was macht Computerspiele attraktiv?

Ein britischer Psychologe ist der Frage nachgegangen, weshalb viele Nutzer so viel Zeit mit Computerspielen verbringen. Die verblüffende Antwort: Das Spiel bringt sie ihrem idealen Selbst näher.

Artikel veröffentlicht am ,
Computerspielerin: In eine andere Rolle schlüpfen
Computerspielerin: In eine andere Rolle schlüpfen (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

Wurden bisher Computerspiele untersucht, ging es vor allem darum, welche Auswirkungen die Spiele - vor allem die gewalthaltigen - auf die Spieler haben. Einen ganz anderen Ansatz haben Wissenschaftler aus Großbritannien gewählt: Sie wollten von den Spielern wissen, wieso sie überhaupt spielen.

Andere Rolle, anderes Geschlecht

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Für viele sei das Spiel am Bildschirm die Chance, in eine andere Rolle zu schlüpfen, fanden die Forscher um Andrew Przybylski, Psychologe an der Universität von Essex in der ostenglischen Stadt Colchester, heraus. Für viele mache es den Reiz aus, ein anderes Geschlecht anzunehmen oder in eine andere Rolle zu schlüpfen. Dabei bevorzuge der Spieler Rollen, in denen er sich selbst gerne sehe - sei es die des Helden oder die des Schurken.

Die Möglichkeit, sich eine Rolle auszudenken und diese dann auch in der Spielwelt zu spielen, macht Computerspiele attraktiv, folgerten die Forscher. Und diese Attraktivität ist immens: Millionen Computerspieler auf der ganzen Welt verbringen mit Call of Duty, Starcraft 2 oder Fifa Elf drei Milliarden Stunden - in der Woche wohlgemerkt. "Ein Spiel kann mehr Spaß machen, wenn man die Chance hat, wie sein ideales Selbst zu handeln und zu sein", erklärt Przybylski.

Reales und ideales Selbst

Zu sehr darf die angenommene Rolle aber nicht von der Realität abweichen: Motivation vor und Freude nach dem Spiel seien dann größer, wenn sich ideales und reales Selbst überschnitten. Wenn ein Spieler beispielsweise lieber etwas aufgeschlossener anderen gegenüber wäre, dann habe er ein gutes Gefühl, wenn er eine Rolle mit diesem Charakterzug annehme.

Zu der Studie hatte Przybylski seine eigene Kindheit inspiriert: Er fragte sich, ob Computerspieler in den digitalen Welten versuchten, vor sich selbst zu flüchten - wie Kinder es in Fantasiespielen versuchen. "Es hat mich ermutigt, zu sehen, dass die Menschen nicht vor sich davon-, sondern vielmehr zu ihren Idealen hinlaufen", resümierte der Psychologe.

Befragungen in Großbritannien, Deutschland und den USA

Für die Studie haben Przybylski und Kollegen in Großbritannien, Deutschland und den USA mehrere hundert Probanden, die gelegentlich, und knapp 1.000, die regelmäßig spielen, befragt. Die Ergebnisse haben Przybylski und seine Kollegen in dem Aufsatz "The ideal self at play: The appeal of videogames that let you be all you can be" zusammengefasst, der in einer kommenden Ausgabe des Fachmagazins Psychological Science erscheinen soll, das von der US-Psychologenorganisation Association for Psychological Science (APS) herausgegeben wird.



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ap (Golem.de) 11. Aug 2011

In der Tat sind in diesem Thread nur noch persönliche Auseinandersetzungen Thema. Er...

Lokster2k 06. Aug 2011

EvE würde da in die Aufzählung noch gut reinpassen... Ist doch aber bei vielem ähnlich...

SirFartALot 05. Aug 2011

Tomb Raider spielt man, weil man so stundenlang einer Tussi mit riesen Oberweite auf den...

SirFartALot 05. Aug 2011

Ich denke, es hat wohl etwas damit zu tun, was vor allem Frauen betrifft. Es gibt (einige...

Lokster2k 04. Aug 2011

Jeder kann es sich vll denken...das ist jedoch sehr subjektiv...eine Studie versucht...


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