Unlimited-Detail-Grafik: Euclideon-Chef sieht "Zweifel stets als Kompliment"
Bruce Dell von Euclideon(öffnet im neuen Fenster) hat sich erneut auf die Kritik aus der Spielebranche geäußert. Thinq(öffnet im neuen Fenster) sagte er, dass er selbst die heftige Kritik vom Minecraft-Entwickler Marcus "Notch" Persson als Kompliment auffasse. Notch hatte Dell vorgeworfen, mit seinen Behauptungen über die Leistungsfähigkeit des Unlimited-Detail-Renderers nur Fördermittel abgreifen zu wollen und bezeichnete das Ganze als Betrug.

"Das klingt jetzt vielleicht schrecklich arrogant, aber ich sehe Zweifel stets als Kompliment. Unlimited Detail ist kein Ray-Trace-System, es ist kein Splat-System, es ist kein Renderer" , sagte Dell. Es handele sich um eine "sehr andere Technik" , einen "dreidimensionalen Suchalgorithmus" .
Dell sagte, er habe sich seine 3D-Rendering-Kenntnisse selbst erarbeitet, aus einem Hobby heraus. Dabei sei er komplett andere Wege gegangen und habe sich immer weiter von der vorherrschenden Meinung darüber entfernt, wie etwa Grafik berechnet werden müsste. Es habe viele Rückschläge gegeben und er sei oft gezwungen gewesen, komplette Bereiche des Unlimited-Detail-Systems neu zu programmieren. "[...], aber irgendwann ist mir klargeworden, dass ich Dinge machte, die andere Systeme nicht tun konnten" , sagte Dell Thinq.
Dell weiter: "Und schließlich war es nicht länger ein System, das dem hinterherhinkte, was ich in Spielen sah, stattdessen war es weiter. Es wurde immer besser und landete schließlich an dem Punkt, wo es heute ist" . Der Euclideon-Gründer gibt zu, dass die Versprechen seines Unternehmens für jemanden mit Grafikhintergrund unhaltbar klingen müssen.
Unlimited Detail verspricht riesige, unendlich detailreiche 3D-Welten, basierend aus Punktwolken und in hoher Rendergeschwindigkeit. Das zeigt ein kürzlich veröffentlichtes Demonstrationsvideo , in dem aber Kritikern zufolge weiterhin animierte 3D-Objekte fehlen. Ein Konverter soll dabei helfen, Polygon-Modelle aus bekannten 3D-Anwendungen zu importieren. Interessierte Spieleentwickler müssen sich noch gedulden, bis sie die Technik ausprobieren können – Dell will das System erst fertigstellen. Finanziell wird er dabei unter anderem durch die australische Regierung unterstützt.
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