Abo
  • Services:
Anzeige
Linus Torvalds
Linus Torvalds (Bild: Reuters)

Linux-Desktops

Linus Torvalds nennt Gnome 3 ein "großes Durcheinander"

Linus Torvalds
Linus Torvalds (Bild: Reuters)

Der leitende Kernel-Hacker Linus Torvalds hat die Gnome-Shell in Gnome 3 mit deutlichen Worten kritisiert: Er nennt die neue Benutzeroberfläche ein "großes Durcheinander." Er verwende jetzt XFCE.

Der Initiator des Linux-Kernels, Linus Torvalds, hat in einem Google+-Thread gegen die neue Benutzeroberfläche Gnome 3 gewettert: In ihrem Bestreben, den Desktop weniger "kompliziert" zu machen als den Vorgänger, hätten die Gnome-Entwickler nun mit der Gnome-Shell einen Desktop veröffentlicht, der "einfach lästig" sei. Die Gnome-Entwickler sind in der Vergangenheit mehrfach in die Kritik geraten, weil sie dem Anwender Optionen vorenthalten, die ihrer Meinung nach zu kompliziert sind.

Anzeige

Er vermisse Shortcuts auf dem Desktop und finde das neue Aktivitäten-Menü "verrückt," schreibt Torvalds in dem Posting auf Google+. Er verwende jetzt den Desktop XFCE, der zwar einen Rückschritt gegenüber Gnome 2.x bedeute, aber gegenüber Gnome 3 ein riesiger Fortschritt sei. Torvalds, der für seine Flame-Beiträge bekannt ist, schrieb, Gnome 3 sei "inakzeptabel".

  • Der neue Gnome-Desktop
  • Die Systemeinstellungen sind über ein zentrales Fenster zugänglich.
  • Desktopbenutzer sind auf Tastenkombinationen angewiesen, um teils häufige Mausklicks und überlange Wege zu kompensieren.
  • Gnome 3 integriert das Konzept virtueller Desktops hier unter den sogenannten Aktivitäten.
  • Dort sind auch die Verknüpfungen zu den Anwendungen untergebracht.
  • Wie auch beim Vorgänger können Anwendungen über ein Eingabefenster gestartet werden. Allerdings muss der Anwender dessen Namen wissen.
  • Fenster können über das Kontextmenü der Titelleiste auf die virtuellen Desktops verteilt werden.
  • Gnome 3 bietet Snapping-Window. Mit dem Ziehen eines Fensters an den oberen Rand wird in den Vollbildmodus geschaltet,...
  • ... beim Ziehen an den Rand...
  • ... werden die Fenster gekachelt.
  • Geöffnete Fenster auf dem Gnome-3-Desktop
  • In den Aktivitäten werden geöffnete Fenster im Exposé-Modus angezeigt,...
  • ... jeweils per virtuellem Desktop.
  • Ein Umschalter für die virtuellen Desktops
  • Der Taskmanager von Gnome 3
  • Das Startmenü enthält beispielsweise eine Verknüpfung zu den Systemeinstellungen.
  • Über das gleichzeitige Drücken der Alt-Taste kann der Anwender den Rechner ausschalten.
  • Wichtige Systemwerkzeuge sind in der Taskleiste untergebracht.
  • Die Suche beschränkt sich auf die Eingabe von genauen Begriffen, ...
  • ... zeigt aber bereits einige genutzten Dateien an.
  • Der Taskmanager zeigt mehrere Instanzen geöffneter Anwendungen an.
  • Anwendungen können zum Favoritenmenü hinzugefügt werden.
  • Systemmeldungen tauchen nur kurz am unteren Rand des Bildschirms auf, sind aber noch über entsprechende Symbole abrufbar.
  • Anwendungen lassen sich öffnen, wenn Starter in einen virtuellen Desktop gezogen werden.
  • In dieser Gnome-Version ist der Code eingefroren.
  • Die Aktivitäten unter Gnome 3 mit geöffneten Fenstern in virtuellen Desktops
  • Systemmeldungen werden am unteren Rand angezeigt.
Der neue Gnome-Desktop

Kritik nicht nur von Torvalds

Torvalds steht mit seiner Meinung allerdings nicht alleine. IBM-Entwickler Dirk Hohndel schrieb, er hätte sich auf einer Konferenz mit den 20 Top-Linux-Entwicklern umgesehen, und kein einziger verwende Gnome 3. Noch auf dem Linuxtag 2011 im Mai hatte der bisherige Release-Manager Vincent Untz bestätigt, das es zwar Kritik an dem Bedienungskonzept der Gnome-Shell gab, jedoch weit weniger als erwartet.

In dem Thread auf Google+ äußerten sich nur wenige positiv zur der Gnome-Shell. Es gab allerdings auch viele Tipps, wie das aus Gnome 2 bekannte Layout unter Gnome 3 wieder herzustellen sei. Dafür gebe es die in Gnome 3 vorhandene Option Forced Fallback Mode in den Systemeinstellungen sowie zahlreiche Erweiterungen von Drittanbietern.

Die Gnome-Entwickler hatten immer wieder betont, sie wollten das für mobile Geräte entwickelte Desktop-Layout auch auf Arbeitsplatzrechner bringen, da sie es für sinnvoll hielten.

Mangelnde Akzeptanz am Unity-Desktop

Auch der von Canonical entwickelte Unity-Desktop ist bei vielen Anwendern unbeliebt, auch wenn er das Desktop-Konzept nicht ganz so radikal umsetzt, wie bei Gnome 3. Beispielsweise lassen sich in Unity Dateien und Verknüpfungen auf dem Desktop ablegen.

Die deutliche Kritik der Anwender war allerdings der Grund, warum zahlreiche Ubuntu-basierte Linux-Distributionen auf Unity verzichteten und auf Gnome 2 oder XFCE setzten, darunter Linux Mint und Ubuntu Studio.

Auf dem Desktop Summit 2011 in Berlin werden sich Gnome- und KDE-Entwickler treffen - auch um über die Zukunft ihrer Desktops zu diskutieren. Er beginnt am Samstag, dem 6. August 2011.


eye home zur Startseite
Ge.Bo 06. Apr 2012

also das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wegen häufigen Fehlfunktionen habe ich...

Der Kaiser! 06. Sep 2011

Der Kaiser! 05. Sep 2011

http://www.dedoimedo.com/computers/gnome-3-fallback.html

Der Kaiser! 05. Sep 2011

LXDE? ^^

Ein neuer 06. Aug 2011

Nicht so ganz ... Alt+Tab ist ja eigentlich nur ein aufgebohrter Fensterumschalten mit...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz, Neustadt
  2. dSPACE GmbH, Paderborn
  3. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. TenneT TSO GmbH, Dachau


Anzeige
Top-Angebote
  1. 3,74€
  2. 30,99€
  3. und mit Gutscheincode bis zu 40€ Rabatt erhalten bei Alternate.de

Folgen Sie uns
       


  1. Online-Glücksspiele

    Bei Finanzsperren droht illegale Vorratsdatenspeicherung

  2. Betaversionen

    AirPlay 2 aus iOS und TVOS 11.3 entfernt

  3. Homee

    Homekit mit Z-Wave, Zigbee und Enocean verbinden

  4. Apfel

    Apple lässt sich Regenbogenlogo schützen

  5. A350-1000

    Airbus' größter zweistrahliger Jet wird ausgeliefert

  6. Flightsim Labs

    Flugsimulator-Addon klaut bei illegalen Kopien Passwörter

  7. Entdeckertour angespielt

    Assassin's Creed Origins und die Spur der Geschichte

  8. Abwehr

    Qualcomm erhöht Gebot für NXP um 5 Milliarden US-Dollar

  9. Rockpro64

    Bastelplatine kommt mit USB-C, PCIe und Sechskernprozessor

  10. Jameda

    Ärztin setzt Löschung aus Bewertungsportal durch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Freier Media-Player: VLC 3.0 eint alle Plattformen
Freier Media-Player
VLC 3.0 eint alle Plattformen

Fujitsu Lifebook U727 im Test: Kleines, blinkendes Anschlusswunder
Fujitsu Lifebook U727 im Test
Kleines, blinkendes Anschlusswunder
  1. Palmsecure Windows Hello wird bald Fujitsus Venenscanner unterstützen
  2. HP und Fujitsu Mechanischer Docking-Port bleibt bis 2019
  3. Stylistic Q738 Fujitsus 789-Gramm-Tablet kommt mit vielen Anschlüssen

Kingdom Come Deliverance im Test: Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
Kingdom Come Deliverance im Test
Mittelalter, Speicherschnaps und klirrende Klingen
  1. Kingdom Come Deliverance Von unendlich viel Rettungsschnaps und dem Ninja-Ritter
  2. Kingdom Come Deliverance Auf der Xbox One X wird das Mittelalter am schönsten
  3. Kingdom Come Deliverance angespielt Und täglich grüßt das Mittelalter

  1. Re: Die Praxis wird noch zunehmen

    ArcherV | 08:21

  2. Re: Zielgruppe?

    sofries | 08:20

  3. Re: Aktueller denn je

    tromboner | 08:19

  4. Selbst verschuldet.

    Shoopi | 08:17

  5. Re: Ernsthafte Frage.

    Pixel5 | 08:15


  1. 08:01

  2. 07:41

  3. 07:24

  4. 07:12

  5. 23:10

  6. 17:41

  7. 17:09

  8. 16:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel