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Patentstreit: Microsoft stellt Google bloß

Microsoft weist Googles Anschuldigungen zurück, Microsoft habe Novells Patente nur gekauft, damit Google sie nicht bekomme - und stellt Google dabei öffentlich bloß.
/ Jens Ihlenfeld
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Brad Smith (Bild: Yves Herman / Reuters)
Brad Smith Bild: Yves Herman / Reuters

Microsoft und Apple hätten sich am Kauf von großen Patentpaketen von Novell und Nortel nur beteiligt, damit Google diese Patente nicht bekomme, wirft Google-Justiziar David Drummond den Unternehmen in einem Blogeintrag vor. Die beiden erhöben Lizenzgebühren für die Patente, damit Android teurer werde als Windows Mobile.

Microsoft weist diese Vorwürfe zurück: "Wir haben sie gefragt, ob sie mit uns gemeinsam bieten wollen. Sie sagten nein" , schreibt Microsoft-Justiziar Brad Smith per Twitter(öffnet im neuen Fenster) und meint damit Google.

Microsofts Kommunikationschef Frank Shaw geht noch einen Schritt weiter. Er twittert(öffnet im neuen Fenster) : "Kostenloser Ratschlag für David Drummond - beim nächsten Mal frag Kent Walker, bevor du bloggst. :)" Den Tweet ergänzte er um einen Link(öffnet im neuen Fenster) auf eine E-Mail von Walker, wie Drummond ebenfalls Justiziar bei Google. Darin schreibt Walker an Brad Smith: "Nach Rücksprache mit einigen hier im Haus klingt es, als sei ein gemeinsames Gebot aus unterschiedlichen Gründen für uns in diesem Fall nicht ratsam. Aber danke der Nachfrage und wir würden uns freuen, solche Gelegenheiten in Zukunft zu diskutieren."

Drummond hatte Microsoft, Apple und Oracle vorgeworfen, über dubiose Patente eine Steuer für Android-Geräte zu erheben, um sie für Endkunden teurer zu machen. "Statt mit neuen Funktionen und Geräten mit uns zu wetteifern, kämpfen sie mit Klagen." Er hatte angekündigt, Google werde dafür sorgen, dass Android eine wettbewerbsfähige Alternative bleibe. Dazu werde Google sein Patentportfolio stärken. Ende Juli 2011 hatte Google ein Patentpaket von IBM übernommen . Zudem gibt es Gerüchte, dass Google versucht, den Patenthändler und Mobilfunkentwickler Interdigital zu kaufen, der über 1.300 Patente besitzt.


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