Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Geosuche: Software soll Orte zu Bildern finden

Bilder und Videos den Orten zuzuordnen, an denen sie aufgenommen sind, kann eine schwierige und sogar unlösbare Aufgabe sein. US-Geheimdienste verlangen deshalb nach einer Software, die das künftig schneller und sicherer erledigen soll als der Mensch.
/ Werner Pluta
8 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
US-Soldaten in Afghanistan: Software sucht den Ort einer Aufnahme. (Bild: John Moore/Getty Images News)
US-Soldaten in Afghanistan: Software sucht den Ort einer Aufnahme. Bild: John Moore/Getty Images News

Die US-Geheimdienste wollen eine Software entwickeln lassen, die Landschaften auf Fotos erkennt. Damit wollen die Geheimdienste zuordnen, wo Fotos, die sie sicherstellen, aufgenommen wurden.

Finder heißt das Projekt, das die Intelligence Advanced Research Projects Activity (Iarpa), die 2006 gegründete Forschungsagentur der US-Geheimdienste, ausgeschrieben(öffnet im neuen Fenster) hat. Ziel des Programms ist eine Software, die einem Foto oder Video, das irgendwo auf der Welt unter freiem Himmel aufgenommen wurde, den Aufnahmeort zuordnen kann.

Die Geheimdienste wollen die Software etwa für Propagandavideos einer terroristischen Organisation im Internet nutzen oder für auf Computern sichergestellte Fotos. Bislang glichen Analytiker der Geheimdienste die Fotos und Videos mit Satellitenfotos oder botanischen und geographischen Datenquellen ab. Das ist laut Iarpa zeit- und arbeitsaufwendig und liefert oft nicht die gewünschten Ergebnisse.

Das Finder-System soll das künftig automatisch machen. Es soll dabei verschiedene, öffentlich zugängliche Datenquellen auswerten. Die Auswertung müsse jedoch neuartig sein, betont die Iarpa. Sie sei "nicht an Ansätzen interessiert, die lediglich aktuelle Software integrieren. Neue Algorithmen und Methoden müssen vorgeschlagen werden." . Das Programm beginnt im Januar kommenden Jahres und endet im April 2016.


Relevante Themen