Abo
  • Services:

Gesichtserkennung

Ein Foto sagt mehr, als manchem lieb ist

Dank Gesichtserkennung und den Profilen in Facebook & Co. lassen sich Fremde auf der Straße leicht identifizieren, wie eine Forschergruppe der Carnegie Mellon Universität zeigt. Das funktioniert auch mit Fotos auf einer Dating-Website, auf der sich Nutzer hinter Pseudonymen verstecken.

Artikel veröffentlicht am ,
Bald jeder für jeden überall identifizierbar?
Bald jeder für jeden überall identifizierbar? (Bild: Pittsburgh Pattern Recognition)

Eine Forschergruppe um Alessandro Acquisti hat in einigen Experimenten untersucht, wie gut sich mit aktuellen Methoden der Gesichtserkennung und den in Sozialen Netzwerken verfügbaren Daten Fremde identifizieren lassen. Das Ergebnis: Personen die auf Fotos getaggt sind, können auch dann identifiziert werden, wenn sie sich in einem eher anonymen Umfeld wähnen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Schwieberdingen
  2. über Dr. Richter Heidelberger GmbH & Co. KG, Großraum Stuttgart

Zusammen mit den Forschern Ralph Gross und Fred Stutzman kombinierte Acquisti drei Dinge miteinander: eine handelsübliche Gesichtserkennung, Cloud-Computing und öffentlich verfügbare Informationen aus sozialen Netzwerken. Damit sei es möglich, Personen online und offline zu identifizieren, erklärten die Forscher. Die nötige Technik sei für jeden normalen Nutzer verfügbar.

Die Forscher führten drei Experimente durch: In einem wurden Nutzer einer populären Dating-Website identifiziert, die dort nur unter Pseudonymen auftraten. Im zweiten Experiment wurden Studenten auf dem Campus der Universität anhand ihrer Fotos auf Facebook identifiziert. Und in einem dritten Experiment stellten die Forscher allein auf Basis eines Fotos Vermutungen über die Interessen der Studenten an, wobei sie auch hier auf die Daten in Facebook zurückgreifen. In einigen Fällen gelang es allein anhand der mit Hilfe der Fotos auffindbaren öffentlichen Informationen, die Sozialversicherungsnummer der Studenten zu erraten.

Informationen auch in Echtzeit verfügbar

Zudem entwickelten die Forscher eine Smartphone-Applikation, um zu zeigen, dass sich die gleichen Informationen auch in Echtzeit herausfinden lassen. Die Augmented-Reality-App blendet neben den Gesichtern Online- und Offline-Daten zu einer Person ein.

Nach Ansicht von Acquisti zeigen die Experimente, wie sich der Begriff der Privatsphäre angesichts sozialer Netze und Technik zur Gesichtserkennung verschiebt. Und dank Cloud-Computing sei es zudem ein Leichtes, dafür auf große Rechenkapazität zurückzugreifen.

Facebook löste mit seiner Gesichtserkennung zuletzt heftige Diskussion aus und Google kaufte vor wenigen Wochen das Unternehmen Pittsburgh Pattern Recognition, das auf Objekterkennung in Video- und Fotomaterial spezialisiert ist. Interessanterweise ist Pittsburgh Pattern Recognition eine Ausgründung der Carnegie Mellon Universität.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 23,99€
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Affenkind 03. Aug 2011

dort melden sich ja eigentlich eh nur kids an, die alles und jeden mist posten müssen...

JeanClaudeBaktiste 03. Aug 2011

noch. in 2 Jahren sieht das schon wieder ganz anders aus.

develin 03. Aug 2011

Du unterliegst dem Irrglauben, dass die Technik still steht. Es ist ja nur eine Frage in...

JeanClaudeBaktiste 02. Aug 2011

Mit der Gesichtserkennung und dem damit verbundenen Möglichkeit über jeden Menschen...

GeroflterCopter 02. Aug 2011

Ouh ja, melden wir uns alle bei Elitepartner an und trollen dort die Foren! Golem wird...


Folgen Sie uns
       


Super Tux Kart im LAN angespielt

Super Tux Kart läuft jetzt auch im LAN und WAN.

Super Tux Kart im LAN angespielt Video aufrufen
Magnetfeld: Wenn der Nordpol wandern geht
Magnetfeld
Wenn der Nordpol wandern geht

Das Erdmagnetfeld macht nicht das, was Geoforscher erwartet hatten - Nachjustierungen am irdischen Magnetmodell sind erforderlich.
Ein Bericht von Dirk Eidemüller

  1. Ökostrom Wie Norddeutschland die Energiewende vormacht
  2. Computational Periscopy Forscher sehen mit einfacher Digitalkamera um die Ecke
  3. Optoakustik US-Forscher flüstern per Laser ins Ohr

Enterprise Resource Planning: Drei Gründe für das Scheitern von SAP-Projekten
Enterprise Resource Planning
Drei Gründe für das Scheitern von SAP-Projekten

Projekte mit der Software von SAP? Da verdrehen viele IT-Experten die Augen. Prominente Beispiele von Lidl und Haribo aus dem vergangenen Jahr scheinen diese These zu bestätigen: Gerade SAP-Projekte laufen selten in time, in budget und in quality. Dafür gibt es Gründe - und Gegenmaßnahmen.
Von Markus Kammermeier


    Karma-Spyware: Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten
    Karma-Spyware
    Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten

    Eine Spionageabteilung im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate soll die iPhones von Aktivisten, Diplomaten und ausländischen Regierungschefs gehackt haben. Das Tool sei wie Weihnachten gewesen, sagte eine frühere NSA-Mitarbeiterin und Ex-Kollegin von Edward Snowden.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

    1. Update O2-Nutzer berichten über eSIM-Ausfälle beim iPhone
    2. Apple iPhone 11 soll Trio-Kamerasystem erhalten
    3. iPhone mit eSIM im Test Endlich Dual-SIM auf dem iPhone

      •  /