Abo
  • Services:

Bargeldlos parken

RFID-Chip in der Windschutzscheibe

Mit Viatag können Parkhausbesucher auf den Gang zur Kasse verzichten. Das von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) für MotionID Technologies entwickelte und auf RFID basierende System soll nun marktreif sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Viatag-RFID-Chip wird an der Innenseite der Frontscheibe angeklebt.
Der Viatag-RFID-Chip wird an der Innenseite der Frontscheibe angeklebt. (Bild: MotionID Technologies)

Das kontakt- und bargeldlose Parkhausabrechnungssystem Viatag hat seine ersten mehrwöchigen Praxistests laut einer Mitteilung des Fraunhofer IML erfolgreich bestanden. In Essen, Duisburg und München sind bereits öffentliche Parkhäuser mit dem System ausgestattet. Nun hoffen die Forscher, dass das für die Münchner Firma MotionID Technologies entwickelte System zur bargeldlosen Abrechnung bald von vielen Parkhausbetreibern erworben und installiert wird.

Stellenmarkt
  1. Heitmann IT GmbH, Hamburg
  2. BWI GmbH, Rheinbach

Das System nutzt RFID-Lesegeräte, die an den Decken über Ein- und Ausfahrten installiert werden. Damit die darunter durchfahrenden Autos von Viatag eindeutig identifiziert werden können, muss an ihrer Windschutzscheiben-Innenseite ein passiver RFID-Chip platziert sein. Der 1,5 x 10 Zentimeter große Folientransponder wird auf der Innenseite der Scheibe verklebt.

  • Viatag erfordert die Anbringung eines RFID-Chips am Inneren der Windschutzscheibe angeklebt. Der Aufleber ist 1,5 x 10 cm groß. (Bild: MotionID Technologies)
Viatag erfordert die Anbringung eines RFID-Chips am Inneren der Windschutzscheibe angeklebt. Der Aufleber ist 1,5 x 10 cm groß. (Bild: MotionID Technologies)

Die Funkdaten werden im Ultrahochfrequenzbereich (UHF) übermittelt, RFID-typisch wird der passive Chip vom Lesegerät kontaktlos mit Energie versorgt. Die Funkreichweite zwischen Lesegerät und Transponder beträgt laut Fraunhofer IML bis zu 8 Meter.

Keine persönlichen Daten enthalten

Zur Verhinderung von Missbrauch lässt sich der Transponder-Aufkleber nicht mehr abziehen, ohne den Chip zu zerstören. Auf dem Chip werden zudem keine persönlichen Daten gespeichert. Der darauf enthaltene zwölfstellige Code ist zudem verschlüsselt, damit Dritte die Identifikationsnummer keinem Nutzer zuordnen können.

Die Identifikationsnummer wird zur Parkzeitberechnung beim Ein- und Ausfahren an einen zentralen Abrechnungsserver weitergeleitet. Der Kunde kann über eine Webseite eine Übersicht über die Parkvorgänge inklusive Parkzeit und -gebühr als Teil- oder Gesamtrechnung ausdrucken. Die Abrechnung erfolgt per Sammelbuchung jeweils am Monatsende.

"Das Warten vor dem Kassenautomaten, die Suche nach dem Kleingeld oder gar der Ticketverlust - all das gehört der Vergangenheit an. Der Autofahrer spart Zeit und gewinnt an Komfort", sagte Projektleiter Arnd Ciprina vom IML. Zudem lassen sich die Kosten zum Erfassen und Abrechnen der Parkzeiten verringern, während bestehende Abrechnungssysteme parallel zur neuen Lösung weiterhin genutzt werden können.

Das berührungs- und bargeldlose Bezahlsystem Viatag ist laut ILM-Mitteilung nicht nur für Parkhäuser interessant. Auch bei Autobahnraststätten, Tankstellen, Drive-in-Kinos und -Restaurants und Autowaschanlagen oder für die Rückgabe von Mietwagen könnte die automatische Abbuchung genutzt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 399€
  2. ab 99,98€
  3. 899€

tilmank 01. Aug 2011

Prepaid anonym vom Automaten und in allen Parkhäusern nutzbar wäre es evtl. gerade so...

Meller 01. Aug 2011

Das steht nicht im Artikel. Im Artikel steht aber, dass der zwölfstellige Code...

Meller 01. Aug 2011

Was hat das mit naiv zu tun? Genau so könnte ich dich als naiv hinstellen, weil du...

Vollstrecker 01. Aug 2011

Achso, du meinst jeder könnte nun an seiner Straße ein Lesegerät aufstellen. Keine...

Anonymer Nutzer 01. Aug 2011

Das ist bestimmt strengstens verboten! Raubparken wird mit Freiheitsstrafen nicht unter...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Go - Test

Das Surface Go mag zwar klein sein, darin steckt jedoch ein vollwertiger Windows-10-PC. Der kleinste Vertreter von Microsofts Produktreihe überzeigt als Tablet in Programmen und Spielen. Das Type Cover ist weniger gut.

Microsoft Surface Go - Test Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


      •  /