Mobile Apps: Phonegap 1.0 veröffentlicht

Das populäre Open-Source-Framework Phonegap ist in der Version 1.0 veröffentlicht worden und bietet Webapplikationen in der neuen Version einen erweiterten Zugriff auf die nativen APIs von Smartphones und Tablets. So lassen sich mobile Apps mit HTML, CSS und Javascript entwickeln, die auf die Telefonhardware zugreifen können.
Die Apps lassen sich mit kleinen Anpassungen für sechs Betriebssysteme erstellen: iOS, Android, Blackberry, webOS, Bada und Symbian. Phonegap 1.0 setzt die nativen APIs dieser Systeme in Web-APIs um, die den von der W3C-Arbeitsgruppe Device APIs entwickelten Schnittstellen entsprechen.
Phonegap 1.0 stellt zudem eine stabile und erweiterbare Architektur bereit und unterstützt Remote-Debugging-Werkzeuge. Die erweiterbare Architektur soll die Übertragung von Phonegap auf weitere Plattformen einfach machen.
Welche Funktionen für Webapplikationen zur Verfügung stehen, hängt von den Zielplattformen ab. Die beste Unterstützung gibt es für iOS und Android. Hier ist ein Zugriff auf den Beschleunigungssensor, die Kamera, den Kompass, die Kontakte, Dateien und Ortsangaben, das Netzwerk und Storage möglich. Zudem können Mediendateien abgespielt und Benachrichtigungen erzeugt werden. Eine Übersicht darüber, welche Funktionen auf welchen Plattformen unterstützt werden, gibt es unter phonegap.com(öffnet im neuen Fenster) .
Um die installierbaren Apps für die verschiedenen Plattformen zu erzeugen, müssen Entwickler in aller Regel zusätzlich die SDKs der Hersteller installieren. Nitobi(öffnet im neuen Fenster) arbeitet mit Phonegap/build(öffnet im neuen Fenster) an einem Dienst, der Entwicklern diesen Vorgang abnimmt. Uxebu(öffnet im neuen Fenster) macht mit apparat.io(öffnet im neuen Fenster) ähnliches. Die Apps werden dabei in der Cloud kompiliert. Allerdings befinden sich beide Angebote derzeit noch im geschlossenen Betatest.
Phonegap wird bereits von zahlreichen Applikationen verwendet. Auch einige große Unternehmen nutzen es und beteiligen sich an dessen Entwicklung, darunter Adobe, IBM, Alcatel-Lucent, Cisco, Logitech und Time Warner.