Abo
  • IT-Karriere:

Sulsa

Britische Forscher drucken einen Flugroboter

Aus Südengland kommt das erste Rapid-Prototyping-Flugzeug: Die Drohne Sulsa wurde in wenigen Tagen im 3D-Drucker erstellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Sulsa: Nach historischen Vorbildern gedruckt
Sulsa: Nach historischen Vorbildern gedruckt (Bild: University of Southampton)

Forscher der Universität im südenglischen Southampton um Andy Keane und Jim Scanlan haben ein unbemanntes Flugzeug (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) im Rapid-Prototyping-Verfahren hergestellt. Es sei die erste flugfähige Drohne, die komplett aus dem 3D-Drucker komme, erklären die Wissenschaftler.

 
Video: First flight of 3D printed plane
Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, München
  2. PENTASYS AG, Frankfurt am Main, München, Stuttgart

Das Southampton University Laser Sintered Aircraft, kurz Sulsa, hat eine Spannweite von etwa zwei Metern und wird von einem Elektromotor angetrieben. Der beschleunigt das UAV bis auf rund 150 km/h. Eine Akkuladung reicht für eine Flugzeit von etwa einer halben Stunde. Gestartet wird das Fluggerät von einem Katapult aus. In Ermangelung eines Fahrgestells landet es auf dem Bauch.

Fünf Teile

Sulsa besteht aus fünf Komponenten. Der Rumpf besteht aus zwei Teilen: der Spitze, die vor den Tragflächen endet und einem hinteren Rumpfteil mit dem V-förmigen Leitwerk. Links und rechts werden die Tragflächen angesetzt. Die fünfte Komponente ist ein Einschub, auf dem die Elektronik sitzt. Die Teile verfügen über Klickverschlüsse, so dass die Drohne schnell zusammengesteckt werden kann. In weniger als zehn Minuten ist Sulsa einsatzbereit.

Hergestellt wurde Sulsa mit einem Kunststoff-Laser-Sinterdrucker des Herstellers Electro Optical Systems (EOS) aus Krailing bei München. Als Ausgangsmaterial diente ein pulverisierter Kunststoff, der schichtweise aufgetragen wurde. Die Schichten wurden mit einem Laser verschmolzen. Auch die beweglichen Teile, also Seiten- und Höhenleitwerke, entstanden so in einem Stück.

Historische Vorbilder: Wellington...

Die Fertigungstechnik ermöglicht Strukturen, die in einer herkömmlichen Fertigungsweise viel zu teuer wären. Keane und Scanlan griffen dabei auf Techniken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück: Der Rumpf hat eine geodätische Struktur wie der Bomber Wellington, den der britische Flugzeughersteller Vickers ab 1936 baute.

Die Gitterstruktur sei leicht, aber trotzdem sehr stabil, erklärt Scanlan. Würde sie auf herkömmliche Art und Weise produziert werden, bräuchte man viel individueller geformte Einzelteile, die anschließend zusammengesetzt werden müssten, was schlicht unbezahlbar wäre.

... und Spitfire

Die Flügel haben eine elliptische Form, die vom Jagdflieger Spitfire stammen. Diese Form verringere den Luftwiderstand, sei aber schwierig herzustellen. Auch hier profitieren die Konstrukteure von dem Rapid-Prototyping-Verfahren, sagte Keane.

Der 3D-Druck ist aber nicht nur kostengünstig - er ist auch schnell: In Sulsa steckt gerade mal eine Woche Arbeit. Zwei Tage dauerte es, die Pläne zu erstellen. Diese wurden als 3D-Modell an den 3D-Drucker geschickt, und fünf Tage später war Sulsa startklar.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (Monitore ab 147,99€ und Laptops ab 279,00€)
  2. 99,99€(Bestpreis!)
  3. 122,89€
  4. GRATIS

d333wd 31. Jul 2011

Spitzen Wortwitz, habe sehr gelacht. .D ~d333wd

d333wd 31. Jul 2011

Aber noch werden mehr Briefe als Drohnen gedruckt. ~ -.- ~ d333wd


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S10e - Test

Das Galaxy S10e ist das kleinste Modell von Samsungs neuer Galaxy-S10-Reihe - und für uns der Geheimtipp der Serie.

Samsung Galaxy S10e - Test Video aufrufen
TES Blades im Test: Tolles Tamriel trollt
TES Blades im Test
Tolles Tamriel trollt

In jedem The Elder Scrolls verbringe ich viel Zeit in Tamriel, in TES Blades allerdings am Smartphone statt am PC oder an der Konsole. Mich überzeugen Atmosphäre und Kämpfe des Rollenspiels; der Aufbau der Stadt und der Charakter-Fortschritt aber werden geblockt durch kostspielige Trolle.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades startet in den Early Access
  2. Bethesda The Elder Scrolls 6 erscheint für nächste Konsolengeneration

Jobporträt: Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
Jobporträt
Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht

IT-Anwalt Christian Solmecke arbeitet an einer eigenen Jura-Software, die sogar automatisch auf Urheberrechtsabmahnungen antworten kann. Dass er sich damit seiner eigenen Arbeit beraubt, glaubt er nicht. Denn die KI des Programms braucht noch Betreuung.
Von Maja Hoock

  1. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  2. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"
  3. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

    •  /