PS Vita: Sony hat angeblich RAM auf 256 MByte reduziert

Schon länger gibt es Spekulationen, dass Sony Computer Entertainment die – nie öffentlich genannte – Größe des RAM-Speichers der Playstation Vita im Laufe des Hardware-Entwicklungsprozesses verringert hat. Jetzt bestätigt ein Spielemacher indirekt, dass wohl tatsächlich statt 512 nur 256 MByte RAM in dem Handheld verbaut werden sollen. Dani Sánchez-Crespo, Chef des spanischen Entwicklerstudios Novarama Technology(öffnet im neuen Fenster) ( Invizimals ), sagte im Gespräch mit dem britischen Fachmagazin Develop(öffnet im neuen Fenster) allerdings, dass die damit wohl vollzogene Speicherreduzierung keine negativen Auswirkungen habe. Außerdem verwies er darauf, dass die Vita immer noch über rund zehnmal so viel Speicher verfüge wie die erste Version der PSP. Mit Handhelds kennt Sánchez-Crespo sich aus: Sein Team hat sich auf die Produktion von Augmented-Reality -Titeln für die PSP und die Vita spezialisiert und inzwischen exklusiv an Sony gebunden.
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Es ist durchaus üblich, dass Hardwarehersteller während der Entwicklung von Konsolen oder Handhelds die Spezifikationen überarbeiten. In den meisten Fällen geschieht dies, um Kosten zu senken – und dadurch mehr Einheiten zu verkaufen. Das liegt durchaus im Interesse der Entwickler, die zwar auf der einen Seite bestmögliche Technik verwenden möchten, aber ihre Werke dann auch gerne einer möglichst großen installierten Basis verkaufen. Zuletzt sparten die Ingenieure von Microsoft vor der Veröffentlichung von Kinect einen ganzen Prozessor ein.
Für Sony dürften niedrige Kosten und Preise bei der Vita wichtig sein – insbesondere, nachdem Nintendo eine größere Preissenkung für das 3DS angekündigt hat. Der Handheldmarkt ist für die etablierten Anbieter durch neue Konkurrenten wie Smartphones und Tablets schwieriger geworden.
Einen Erscheinungstermin für die Playstation Vita nennt Sony Computer Entertainment noch nicht. Wahrscheinlich kommt das Handheld in Europa erst Anfang 2012 in den Handel. Nach aktuellem Stand soll das Gerät rund 250 Euro in der Version mit WLAN-Unterstützung und rund 300 Euro in der Fassung mit 3G-Datenverbindung kosten.
Von der Playstation Portable konnte Sony im letzten Geschäftsquartal rund 1,8 Millionen Einheiten weltweit absetzen – im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 1,2 Millionen Stück. Damit gehört das Handheld derzeit zu den angesagteren Spielgeräten von Sony: Der Absatz der Playstation 3 ging von 2,4 Millionen auf 1,8 Millionen Einheiten zurück.
Nachtrag vom 29. Juli 2011, 14.05 Uhr:
Ein Sprecher von Sony hat laut einer weiteren Meldung bei Develop(öffnet im neuen Fenster) gesagt, dass die Größe des Arbeitsspeichers in der PS Vita nicht verringert wurde. Wie groß das RAM tatsächlich ist, wollte oder konnte der Sprecher nicht verraten.