Elektromobilität: Segway-Nachbau für 300 Euro

Seinen selbstgebauten Segway hat der Schwede Petter Forsberg aus zwei billigen Rollern aus China entwickelt, die wegen ihrer Elektromotoren, Getriebe, Ketten und Batterien ausgeschlachtet wurden. Dazu kam viel vom Entwickler selbst entwickelte Elektronik.

Dank der abnehmbaren Lenkstange kann der Selbstbau im Kofferraum eines Autos verstaut werden. Die Fahrt beginnt, wenn der Einschaltknopf gedrückt wird und sich der Fahrer leicht nach vorn lehnt.
Gelenkt wird mit Seitenbewegungen der Lenkstange, die über Federn zu ihrer Nullposition zurückgeholt wird. Für Linkskurven wird zum Beispiel das rechte Rad etwas stärker beschleunigt. Die Rückwärtsfahrt wird durch Zurücklehnen eingeleitet.
Die 12-Zoll-Räder wurden mit einem Freilauf ausgerüstet, damit sie sich in beide Richtungen drehen können. Die Räder laufen frei und voneinander getrennt auf einer gemeinsamen Achse und werden von jeweils einem Elektromotor über ein einfaches Zwei-Zahnrad-Getriebe mit einem Übersetzungsverhältnis von 6:1 angetrieben.
Design im CAD-Programm erstellt
Das Design für die selbstgebauten Teile entwarf Forsberg mit Hilfe von Solidworks und übersetzte es mit Cambam in Anweisungen für die CNC-Maschine, die sie aus Aluminium fräste.
Die Elektronik basiert auf einem ATMega168-Prozessor, der die Daten des eingebauten Beschleunigungsmessers und des Gyrooskops ausliest und in Fahrimpulse umsetzt. Die Elektronik wird über einen separaten Akku mit Strom versorgt. Zur Laufzeit der beiden in Serie geschalteten Bleiakkus machte Forsberg keine Angaben.
Deutlich preiswerter als ein Segway
Die Hardwarekosten lagen nach Forsbergs Berechnung(öffnet im neuen Fenster) bei ungefähr 200 Euro, da er teils gebrauchte Teile nutzen konnte. Die Elektronik kostete 100 Euro, so dass die Gesamtkosten ohne die Entwicklung bei 300 Euro lagen.



