Operation Payback: US-Studentin drohen 15 Jahre Haft

Bis zu 15 Jahre muss eine Studentin der Universität des US-Bundesstaates Nevada in Las Vegas (UNLV) möglicherweise wegen der Beteiligung an der Operation Payback Ende 2010 ins Gefängnis. Dazu könnte eine Geldstrafe in Höhe von einer halben Million US-Dollar kommen, berichtet die UNLV-Studentenzeitung The Rebel Yell(öffnet im neuen Fenster) . Die 20-Jährige war in der vergangenen Woche von der US-Bundespolizei festgenommen worden.
Die US-Behörden werfen der jungen Frau vor, sich mit anderen zusammengetan zu haben, um die Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) gegen Paypal durchzuführen. Bei der Ausführung der Aktion soll sie Schäden an den Computersystemen von Paypal verursacht haben. Für den ersten Anklagepunkt drohen ihr als Höchststrafe fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar. Sollte sie auch im zweiten Anklagepunkt für schuldig befunden werden, drohen weitere zehn Jahre Haft und noch einmal 250.000 US-Dollar.
Nachdem Wikileaks Ende 2010 die diplomatischen Depeschen der US-Regierung veröffentlicht hatte, sperrte Paypal das Konto der Organisation. Die DDoS-Attacken gegen Paypal waren eine Reaktion der Gruppe Anonymous auf die Sperrung. In der vergangenen Woche durchsuchte das FBI landesweit über 30 Wohnungen und nahm 14 mutmaßliche Mitglieder von Anonymous fest. Dazu gehörte auch die Studentin aus Las Vegas.
Nachtrag vom 27. Juli 2011, 17:55 Uhr
Anonymous und Lulzsec haben auch wegen des zu erwartenden hohen Strafmaßes für die verhafteten Verdächtigen einen Boykott gegen Paypal ausgerufen .