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8MB-Bug: Neue Firmware soll Intels SSD-Probleme lösen

Intel hat Berichte von Anwendern bestätigt, denen zufolge sich eine SSD der Baureihe 320 nach einem Verlust der Stromversorgung nur noch mit 8 MByte Kapazität meldet und unbenutzbar ist. Ein noch nicht verfügbares Update der Firmware soll Abhilfe schaffen.
/ Nico Ernst
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Intel-SSD der Serie 320 ohne Gehäuse (Bild: Intel)
Intel-SSD der Serie 320 ohne Gehäuse Bild: Intel

Seit März 2011 werden die SSDs der Reihe 320 von Intel ausgeliefert, und seitdem wächst auch ein Thread in Intels Support-Forum(öffnet im neuen Fenster) zu einem bestimmten Problem mit diesen Laufwerken. Dort diskutieren die Anwender, was nach einer Trennung der Geräte von der Stromversorgung passieren kann: Das Bios des PCs meldet beim nächsten Start, dass das Laufwerk nur noch eine Kapazität von 8 MByte aufweise. Ein reproduzierbarer Weg, um wieder an die Daten der SSD zu gelangen, ist bisher nicht gefunden worden.

Intel hat in einem eigenen Thread das Problem(öffnet im neuen Fenster) nun anerkannt und bezeichnet es als "Bad Context 13x Error" . Der Fehler, so das Unternehmen, sei nachvollziehbar und könne durch ein Update der Firmware der SSD behoben werden. Derzeit werde dieses Update aber noch getestet. Wann es verfügbar ist, gibt Intel nicht an. Betroffen sei nur ein "kleiner Prozentsatz" der Laufwerke.

Sicher herunterfahren und kein Hot-Plugging

Um das Auftreten des Fehlers zu vermeiden, empfiehlt Intel, den Rechner immer kontrolliert herunterzufahren und das Hot-Plugging von SSDs der 320-Reihe auf ein Minimum zu beschränken. Dieses An- und Abstecken im laufenden Betrieb klappt ohnehin nur bei dafür geeigneten Sata-Ports und entsprechenden Treibern, das bloße Vorhandensein etwa einer eSata-Schnittstelle ist noch kein sicherer Hinweis auf korrekte Funktion von Hot-Plugging. Backups, so Intel, sind natürlich auch zu empfehlen.

Ob sich die Daten einer auf die beschriebene Art ausgefallen SSD wieder herstellen lassen, geht aus dem Eintrag nicht hervor. Golem.de konnte das Problem bisher bei je einer älteren SSD aus den Baureihen X-25M (erste Generation) und X-18M (Postville) schon beobachten. Das kleinere Laufwerk wurde als Garantiefall an den Hersteller des betroffenen Notebooks eingeschickt, bei der X25-M gelang es unter Verlust aller Daten, die SSD mit dem Programm HDDerase wiederzubeleben. Ob das auch mit der aktuellen Serie 320 zuverlässig klappt, geht aus den Anwenderberichten nicht hervor. Diese beschreiben das Problem als "8MB-Bug".

Intels Eingeständnis des Fehlers kommt kurz nach einer Verlängerung der Garantie für die Serie 320 auf fünf Jahre, ob das Problem damit in Verbindung steht ist nicht bekannt. In seinem Forumsbeitrag betont das Unternehmen zudem, betroffene Anwender sollten sich an Intel wenden. Dafür gibt es Web-Formulare(öffnet im neuen Fenster) und auch deutsche Hotlines(öffnet im neuen Fenster) .

Auch SSDs anderer Anbieter zeigen nach Berichten von Anwendern in Verbindung mit Intels Chipsätzen der Serie 6 für Sandy-Bridge-CPUs immer wieder spontane Ausfälle, die sich auch in einem Einfrieren des Rechners und Bluescreens äußern können. Manche Nutzer führen das auf einen Fehler in der Management-Engine der Chipsätze zurück, der in einem aktuellen Specification Update ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) von Intel auf Seite 7 dokumentiert ist. Diese Chipsätze waren kurz nach dem Marktstart im Januar 2011 von Intel vom Markt genommen worden – wegen eines Fehlers in einem Sata-Controller.


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