Freies Drucken: Cups 1.5 veröffentlicht
Mit Cups 1.5 sind einige veraltete Funktionen aus dem freien Drucksystem entfernt und zugleich einige Neuerungen eingepflegt worden. Legte Cups früher Nutzereinstellungen unter ~/.cupsrc und ~/.lpoptions ab, finden diese sich seit der Version 1.2 im Verzeichnis ~/.cups. Wurden die alten Verzeichnisse bisher noch unterstützt, ist das in Cups 1.5 nicht mehr der Fall. Zudem wurden der Filter HP-GL/2 und das SCSI-Backend aus Cups entfernt.
Das Prüfprogramm Ipptool wurde zu einem Benutzerprogramm deklariert, zuvor musste es mit Root-Rechten ausgeführt werden. Über Lpadmin können die Optionen cupsIPPSupplies und cupsSNMPSupplies in PPD-Trreiber manipuliert werden, um die Protokollierung zu de- oder aktivieren.
Bessere Unterstützung für Poppler und Ghostscript
Der PDF-Filter unterstützt auch den neuen Ghostscript-Treiber Ps2write, der Dokumente im Postscript-Format ausgibt. Er ersetzt das bisher verwendete Pswrite, das unter Umständen zu umfangreiche Dateien erzeugte und deshalb in die Kritik geraten war. Zusätzlich wurde die Unterstützung für die Poppler-Bibliothek(öffnet im neuen Fenster) erweitert. Künftig bleibt die Seitengröße erhalten, auch wenn sie nicht explizit definiert wurde.
Ein neuer PWG-Raster-Filter erweitert das IP-Protokoll um IPP-Everwhere, einen Standard der Printer Working Group (PWG)(öffnet im neuen Fenster) , der das treiberlose Drucken ermöglichen soll. Über die API lassen sich Raster-Dateien und -Streams erzeugen.
Mehr Sicherheit durch weniger Gruppenschreibrechte
Künftig erhalten Filter und Backends keine Gruppenschreibrechte. Zusätzlich kümmert sich ein neues Helferprogramm darum, Sicherheitseinstellungen aus erstellten Profilen auf Filter und Backends sowie auf enthaltene CGI-Anwendungen, Portüberwachungsprogramme oder Mini-Daemonen anzuwenden.
Die Web-basierte Konfigurationsoberfläche funktioniert auch im Safari-Browser, nachdem die Entwickler einige Veränderungen an der Webkit-Implementierung vorgenommen haben. Unter Mac OS X funktionieren künftig auch die Benachrichtigungen per E-Mail.
Cups wird hauptsächlich von Michael Sweet entwickelt, der seit 2007 für Apple arbeitet. Mit der Einstellung von Sweet übernahm Apple auch sämtliche Rechte an Cups, samt Namen und Domain. Der Code von Cups steht aber als Open Source unter der GPL und LGPL(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung und wird in diversen Linux-Distributionen eingesetzt.
Cups 1.5(öffnet im neuen Fenster) steht unter cups.org(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.



