Abo
  • Services:

Google+

Google reagiert zögerlich auf Kritik am Klarnamenzwang

Wer Google+ nutzen will, muss das mit seinem realen Namen tun oder riskiert die Sperrung seines Profils. Das bringt Google massive Kritik ein, zumal die Sperre nicht nur für Google+ gilt. Mit kleinen Schritten reagiert Google auf die Kontroverse.

Artikel veröffentlicht am ,
Google hält am Klarnamenzwang fest.
Google hält am Klarnamenzwang fest. (Bild: Bradley Horowitz)

"Verwenden Sie den Namen, mit dem Sie normalerweise von Freunden, Familie und Kollegen angesprochen werden", heißt es in den Community-Richtlinien von Google+. Laut Google geht es dabei um Spambekämpfung und darum, gefälschte Profile zu verhindern.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, St. Wendel
  2. T3.it GmbH, Wiesbaden

Google setzt diese Richtlinie auch um und hat schon diverse Accounts von Nutzern gesperrt, die unter Pseudonymen angelegt wurden - auch wenn diese unter ihrem Pseudonym im Netz bekannter sind als unter ihren realen Namen. Die Profilsperre betrifft auch andere Google-Produkte, die ein Google-Profil erfordern, darunter Buzz und +1.

Auch Google-Accounts von Unternehmen und Medien sperrt Google unter Verweis auf den Klarnamenzwang. Das gilt auch für das Google+-Profil von Golem.de. Google hat angekündigt, zu einem späteren Zeitpunkt spezielle Business-Profile einzurichten.

Datenschützer raten zur Pseudonymen

Kritiker werfen Google vor, mit seinem Klarnamenzwang die Freiheit des Netzes zu untergraben, denn die Nutzung von Pseudonymen spiele dabei eine wichtige Rolle. Datenschützer raten dazu, im Netz unter Pseudonymen aufzutreten, damit nicht alle dort getätigten Aussagen der eigenen Person zugeordnet werden können. So mancher hat sich schon im Bewerbungsgespräch mit Äußerungen konfrontiert gesehen, die er vor Jahren als Jugendlicher gemacht hat.

Nun reagiert Google auf die Kritik und kündigte erste kleine Korrekturen an. So sollen Nutzern künftig vor einer Sperrung gewarnt werden, so dass sie ihren Benutzernamen ändern können, ohne zunächst gesperrt zu werden, wie der für Google+ zuständige Produktmanager Bradley Horowitz ankündigte. Das gelte aber nicht, wenn bei der Überprüfung eines Accounts Verstöße gegen andere Richtlinien festgestellt würden. Zudem will Google Nutzern erläutern, wie sie ihren Namen ändern müssen, damit er den Community-Standards entspricht. Darüber hinaus will Google den Anmeldeprozess verbessern, um zu verhindern, dass sich Nutzer in die Situation bringen, gesperrt zu werden.

Spitznamen nur als Ergänzungen

Zudem will Google künftig die Nutzung von Spitznamen besser unterstützen, allerdings nur als zusätzliche Namen. Für die Profilnamen soll weiterhin die Verwendung von Realnamen verpflichtend sein. Nutzer sollen sich aber auch über Spitznamen und andere zusätzliche Namen finden können. Zudem sollen Hinweise auf den Arbeitgeber und die Ausbildung in die sogenannten Hovercards eingeblendet werden, die Google+ zeigt, wenn die Maus über einem Kontakt verharrt.

Horowitz räumt ein, dass viele Verletzung der Community-Richtlinien ohne böse Absicht geschehen sind. Einige gesperrte Pseudonym-Profile hat Google zudem wieder freigeschaltet, darunter das Profil Die Ennomane von Enno Park und mspro von Michael Seemann. Das Profil plomlompom von Christian Heller beispielsweise ist dagegen weiterhin gesperrt.

Horowitz weist zudem darauf hin, dass sich Google+ erst seit vier Wochen im Feldtest befinde.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 8,49€
  2. 3,99€
  3. 20,99€
  4. (-72%) 16,99€

nobs 09. Aug 2011

Ich war auch betroffen. Ohne Vorwarnung oder wenigstens Email an gmail -also wirklich...

Rafael23 27. Jul 2011

Hier die Auflösung des ganzen TamTams : http://goo.gl/x0L7i Hier noch ein Tipp für...

thomabraun 27. Jul 2011

Was ist nur aus den Ratschlägen aus den Anfangstagen des WWW geworden nicht unnötig mit...

ThadMiller 27. Jul 2011

kein Text

watcher 26. Jul 2011

Darum geht es auch nicht. Es geht nicht darum, ob nun Google weiß wer du bist oder nicht...


Folgen Sie uns
       


LG Display CSO light angesehen (Light Building 2018)

Auf der Light + Building 2018 zeigt LG Display Licht, das auch Ton produziert.

LG Display CSO light angesehen (Light Building 2018) Video aufrufen
Datenschutz: Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach
Datenschutz
Der Nutzer ist willig, doch die AGB sind schwach

Verbraucher verstehen die Texte oft nicht wirklich, in denen Unternehmen erklären, wie ihre Daten verarbeitet werden. Datenschutzexperten und -forscher suchen daher nach praktikablen Lösungen.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Denial of Service Facebook löscht Cybercrime-Gruppen mit 300.000 Mitgliedern
  2. Vor Anhörungen Zuckerberg nimmt alle Schuld auf sich
  3. Facebook Verschärfte Regeln für Politwerbung und beliebte Seiten

Facebook-Anhörung: Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle
Facebook-Anhörung
Zuckerbergs Illusion von der vollen Kontrolle

In einer mehrstündigen Anhörung vor dem US-Senat hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg sein Unternehmen verteidigt. Doch des Öfteren hinterließ er den Eindruck, als wisse er selbst nicht genau, was er in den vergangenen Jahren da geschaffen hat.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Facebook Messenger Zuckerbergs Nachrichten heimlich auf Nutzerkonten gelöscht
  2. Böswillige Akteure Die meisten der zwei Milliarden Facebook-Profile ausgelesen
  3. DSGVO Zuckerberg will EU-Datenschutz nicht weltweit anwenden

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

    •  /