CPUs

Neue Roadmaps von AMD und Intel

Nach Broadwell kommt Skylake, und Scorpius wird von Corona abgelöst - soweit das aktuelle Codenamen-Roulette der Prozessorhersteller. Gemeint sind damit die CPUs der Jahre 2012 bis 2017, zu denen es jetzt wieder einige inoffizielle Daten gibt.

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Logos von Intel und AMD
Logos von Intel und AMD (Bild: Intel / AMD / Golem.de)

Für den 19. September 2011 wird derzeit die Vorstellung von AMDs FX-Prozessoren erwartet, die dazugehörige Plattform mit Chipsätzen der Serie 900 heißt "Scorpius". Wie die chinesische Webseite zol.com anhand einer Grafik im AMD-Stil zeigt, soll Scorpius schon ein Jahr später von "Corona" beerbt werden.

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Statt den bei den ersten FX-CPUs verwendeten Bulldozer-Kernen sollen sich in den Prozessoren von Corona - sie heißen "Komodo" - Cores mit neuer Piledriver-Architektur befinden und zwar gleich bis zu zehn. Die CPUs sitzen dann im neuen Sockel FM2, den AMD der Roadmap zufolge auch für die bereits gezeigten Trinity-APUs für Notebooks rund um die Plattform "Virgo" verwenden will.

AMD vereinheitlicht also die Sockel von Desktop- und Notebook-Plattformen, mit einer Ausnahme: Die Desktop-Prozessoren der Einstiegsklasse finden 2012 im Sockel FT2 Platz, der nur über BGA-Kontakte verfügt. Das deutet darauf hin, dass sich diese Chips, wie bei manchen Desktop-Rechnern mit Intels Atom, nicht mehr vom Anwender austauschen lassen, weil sie fest verlötet sind. Dafür gibt es dann aber auch doppelt so viele Kerne: Vier statt bisher zwei Bobcat-Kerne sollen die APUs namens "Wichita" besitzen, die dazugehörige Plattform nennt AMD "Deccan".

Intel richtet den Blick noch weiter in die Ferne. Der für Anfang 2012 erwartete Nachfolger von Sandy Bridge namens Ivy Bridge ist ebenso bekannt wie dessen Nachfolger Haswell. Auch das darauf wiederum eine Architektur mit Namen "Skylake" folgt, war schon zu lesen. Computerbase hat nun aber eine auf Server bezogene Roadmap veröffentlicht, die auch Zeiträume, Strukturbreiten sowie weitere Codenamen enthält.

Intel 2015 mit 14 Nanometern

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Daher ist dort auch nicht die für Desktops und Notebooks vorgesehene Plattform "Broadwell" zu finden, sondern nur der Name der Architektur "Haswell", die noch mit 22 Nanometern Strukturbreite erscheinen soll. Mit "Rockwell" folgt dann, gemäß Intels Tick-Tock-Strategie, der Wechsel zu 14 Nanometern, und zwar ungefähr Mitte 2015. Ende 2016 soll dann mit "Skylake" wieder eine neue Architektur erscheinen. Ende 2017 sollen dann mit "Skymont" 10 Nanometer machbar sein.

Server-Roadmaps erlauben jedoch keinen genauen Rückschluss auf die Erscheinungstermine von Prozessoren mit gleicher Architektur oder Strukturbreite für Notebooks und Desktops, denn deren Vorstellungsdaten hat Intel seit einigen Jahren voneinander entkoppelt. So gab es die ersten 32-Nanometer-CPUs bereits Anfang 2010, aber nur für Notebooks und Desktops (Arrandale und Clardkale). Die ersten 32-Nanometer-Xeons (Westmere EP) kamen ein Quartal später, und bei der von Grund auf neuen Architektur Sandy Bridge gab es Anfang 2011 wieder zuerst nur Desktop- und Notebook-Versionen, die zudem noch über Monate hinweg nach und nach auf den Markt kamen.

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