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3D-Inhalte: Unwohlsein hängt von Displaygröße und Entfernung ab

US-Forscher haben 24 Probanden mit stereoskopischen 3D-Inhalten konfrontiert. Sie fanden heraus, dass Inhalte abhängig von der Größe des Displays und der Entfernung zum Bildschirm unterschiedlich negative Auswirkungen haben.
/ Andreas Donath
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Kopfschmerzen bei 3D-Genuss können unterschiedliche Ursachen haben (Bild: Sarah G ... (CC BY 2.0))
Kopfschmerzen bei 3D-Genuss können unterschiedliche Ursachen haben Bild: Sarah G ... (CC BY 2.0)

Der vermehrte Einsatz von stereoskopischen Displays und 3D-Filmen sorgt bei manchen Anwendern nicht für Begeisterung, sondern für Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen. Forscher aus den USA haben nun untersucht, ob unterschiedliche Betrachtungsabstände dabei eine Rolle spielen.

Bei den Probanden traten bei einer größeren Entfernung zum Display beziehungsweise zur Leinwand etwas weniger Probleme auf als bei Darstellungen, die im Nahbereich arbeiten, wie etwa bei Handy- oder Computerdisplays.

Außerdem überprüften die Forscher, ob Darstellungen, die sich vor der Projektionsfläche zu befinden scheinen, unangenehmer sind als solche, die dahinter zu sein scheinen. Die Augen müssen dabei auf einen anderen Punkt scharfgestellt (akkomodiert) werden. Außerdem wird die Stellung der Pupillen zueinander verändert, wenn Objekte sehr weit entfernt oder sehr nah sind. Dabei gerät das Gehirn in Konflikt mit der tatsächlichen Position der Leinwand oder dem Display im Raum.

Das Team kam zu dem Ergebnis: Befindet sich der 3D-Inhalt anscheinend hinter dem Display, ist das für den Betrachter bei großer Distanz unangenehm. Sieht es so aus, als wäre der Inhalt vor dem Bildschirm, ist das vor allem bei kurzen Betrachtungsabständen problematisch für den Zuschauer.

Die Experimente mit 24 Erwachsenen an der Universität Berkeley in Kalifornien wurden unter der Leitung von Martin S. Banks, Professor für Optometrie(öffnet im neuen Fenster) durchgeführt.

Die Studie zeigt, dass es problematisch sein könnte, dieselben 3D-Inhalte auf unterschiedlichen Endgeräten immer gleich darzustellen. Vor allem bei Benutzeroberflächen kann darauf aber Rücksicht genommen werden.

Martin S. Banks hat die Forschungsergebnisse im Journal of Vision unter dem Titel " The Zone of Comfort: Predicting Visual Discomfort with Stereo Displays(öffnet im neuen Fenster) " veröffentlicht.


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