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Standardpasswörter: Macbook-Batterien lassen sich hacken

Sicherheitsexperte Charlie Miller hat eine Schwachstelle in Akkus von Apple entdeckt. Darüber ist es möglich, die Akkus in einen defekten Zustand zu versetzen. Die Darstellungen in einigen US-Medien über die Auswirkungen sind jedoch übertrieben, stellt Miller per Twitter klar.
/ Andreas Sebayang
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Standardpasswörter in Macbook-Akkus (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)
Standardpasswörter in Macbook-Akkus Bild: Michael Wieczorek/Golem.de

Sicherheitsexperte Charlie Miller hat eine Möglichkeit entdeckt, Macbook-Akkus zu hacken. Die Schwachstelle ist ein Standardpasswort, das in allen Akkus der Apple-Notebooks vorhanden sein soll. Wer Kenntnis über dieses Passwort hat und weiß, wie die Akkus angesprochen werden können, kann sie auch manipulieren. Einem Artikel der Forbes(öffnet im neuen Fenster) zufolge, mit der Miller sprach, sei es möglich, die Akkus so zu manipulieren, dass sie nicht mehr funktionieren. Auch Schadsoftware lasse sich in Akkus unterbringen. Ein simpler Akkutausch könne ein Macbook infizieren, sofern eine Schwachstelle zwischen dem Akku und dem System entdeckt wird. Allerdings lassen sich nicht alle Akkupacks der Macbooks einfach austauschen.

US-Medien haben Millers Battery Hack bereits thematisiert. Jedoch decken sich die Darstellungen nicht mit Charlie Millers Twitterfeed(öffnet im neuen Fenster) . So wird an einigen Stellen behauptet, die Akkus könnten zur Explosion gebracht werden. Business Insider ging in seinen Darstellungen sogar so weit, einen Atompilz als Aufmacher für die Nachricht zu verwenden(öffnet im neuen Fenster) .

Miller hingegen stellt klar(öffnet im neuen Fenster) , dass er keine Akkus zur Explosion bringen konnte und auch gar nicht weiß, wie das funktionieren soll.

Experimente mit den Akkus sind dennoch keine gute Idee. Laut Miller sei es schwer, die Akkus beim Hacken nicht zu zerstören. Immerhin sieben davon habe er bei dem Versuch zerstört. Das Risiko für die Anwender sei derzeit trotzdem ziemlich gering. Miller glaubt jedoch daran, dass weitere Schwachstellen gefunden werden könnten und damit die Bedrohung wachsen würde. Die Akkus seien offensichtlich nicht im Hinblick auf Sicherheitsprobleme konstruiert worden, schreibt er.

Miller will den Hack Anfang August 2011 auf der Black Hat USA in Las Vegas(öffnet im neuen Fenster) demonstrieren. Auch eine Lösung des Problems soll dort vorgestellt werden.

Charlie Miller führt häufiger Hacks auf Apple-Plattformen durch. Mit zwei weiteren Hackern gelang es ihm vor drei Jahren auf einem Wettbewerb, ein Macbook Air nach nur zwei Minuten zu hacken .


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