Neonazi-Hetze 2.0

Youtube und Facebook sollen Hochladen blockieren

Was bei sozialen Plattformen bei Urheberrechtsverletzungen in Videos schon sehr gut funktioniert, greift bei Neonazi-Hetze noch nicht ausreichend. Youtube und Facebook nehmen Hinweise ihrer Nutzer nicht ernst genug, erklärte Jugendschutz.net.

Artikel veröffentlicht am ,
Stefan Glaser von Jugendschutz.net
Stefan Glaser von Jugendschutz.net (Bild: Jugendschutz.net)

Im Jahr 2010 fanden Jugendschützer rund 6.000 rechtsextreme Beiträge im Web 2.0. Das erklärte die Jugendmedienschutzeinrichtung der Bundesländer, Jugendschutz.net. Das waren dreimal so viele wie im Vorjahr. "Neonazis werben in sozialen Netzwerken, auf Videoportalen und Blogs um Jugendliche", sagte Stefan Glaser, Leiter des Bereichs Rechtsextremismus von Jugendschutz.net.

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Glaser: "Betreiber wie Youtube und Facebook müssen mehr tun, um das zu verhindern." Jugendschutz.net könne zwar in vielen Fällen eine schnelle Entfernung von strafbaren Inhalten aus dem Netz erreichen, es gebe jedoch zu wenige Vorkehrungen, damit dieselben oder ähnliche Beiträge nicht erneut hochgeladen werden können.

Youtube und Facebook sollen mit Erkennungssoftware und mehr Beschäftigten in dem Bereich dagegen angehen, sagte ein Sprecher von Jugendschutz.net zu Golem.de. "Die können anhand eines Fingerprints urheberrechtsgeschützte Lieder erkennen, da sollte dies auch bei rechtsextremen Inhalten möglich sein." Die Betreiber müssen auch reagieren, wenn die Nutzer von sozialen Plattformen etwas Unzulässiges melden. "'Notice and Take Down' kann nur funktionieren, wenn die Meldungen von Nutzern ernstgenommen werden. Da ist noch ein hoher Verbesserungsbedarf."

Unter den Neofaschisten sind besonders die Autonomen Nationalisten und die NPD online aktiv. Die NPD verbreitet ihre Hetze in Communitys, auf Videoplattformen und auf knapp 250 Websites.

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Ein Youtube-Video zeigt Fackelträger beim nächtlichen Marsch durch leere Straßen, die Gesichter mit weißen Masken verhüllt. Die Szenerie wird untermalt mit dramatischer Musik. Dahinter stecken Neonazis, die vor dem "drohenden Volkstod" warnen. Das Video "Die Unsterblichen in Bautzen" erzielte binnen weniger Wochen mehr als 21.300 Zugriffe und steht noch online. Dabei versuchen die Neonazis, die Nutzer gefühlsmäßig zu erreichen: Ein rechtsextremes Musikvideo zum Thema Kindesmissbrauch von der Sängerin Annett Müller brachte es bislang auf knapp 900.000 Klicks.

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lanzer 24. Jul 2011

Es gibt gar keine Linkspartei! Es gibt Die Linke und das ist auch gut so! Wer ist hier...

Neuschwabenland 22. Jul 2011

Warum wurde die NPD 2002 nicht verboten??? Richtig, da die V-Leute für die verbotenen Äu...

a.nym 22. Jul 2011

/sign hab ich mir auch gedacht Irgend wie muss es doch .. Kipo, Glück, "partei"... hmm...

a.nym 22. Jul 2011

Das Macht aber nur SINN (bzw. ist rechtens) wen XYZ nicht nur in Deutschland verboten...



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