Landung im Dunkeln

Letzte Spaceshuttle-Mission erfolgreich beendet

Die Atlantis ist wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt: Um kurz vor 6:00 Uhr (Ortszeit) setzte sie in Florida auf. Es war der letzte Flug eines Spaceshuttles.

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Atlantis setzt auf: letzte Landung eines Spaceshuttles
Atlantis setzt auf: letzte Landung eines Spaceshuttles (Bild: Nasa)

Die Raumfähre Atlantis ist um 5:57 Uhr (Ortszeit) auf dem Raketenstartgelände Cape Canaveral gelandet. Es war die letzte Mission eines Spaceshuttles. Bei klarem Wetter setzte die Atlantis in Florida auf. US-Fernsehsender hatten sich vorher bei der Nasa beschwert, dass das Spaceshuttle im Dunkeln landen sollte, weil sie so um ihre Bilder kamen.

Mission verlängert

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Atlantis war am 8. Juli 2011 zu ihrem letzten Flug gestartet. Sie hatte Vorräte, wissenschaftliche Experimente und Ausrüstungsgegenstände zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) gebracht. Dazu gehörten die Robotic Refueling Mission (RRM), eine robotische Tankstelle für Satelliten, sowie 30 Mäuse, die Teil eines medizinischen Forschungsprogramms waren, dessen Ziel es ist, den Knochenabbau in der fehlenden Schwerkraft zu verhindern. Damit mehr Zeit zum Auspacken der Ladung bleibt, hatte die Nasa die Mission kurzfristig um einen Tag verlängert.

Die Besatzung der Atlantis bestand dieses Mal nur aus drei statt der üblichen sieben Astronauten. Grund war, dass kein weiteres Spaceshuttle bereitstand, das die Astronauten von der ISS hätten abholen können, wenn der Hitzeschild beschädigt gewesen wäre. Entsprechend sorgfältig hatte das Bodenpersonal der US-Weltraumbehörde Nasa die Kacheln geprüft, bevor die Atlantis den Rückflug zur Erde antrat.

Zwei Unfälle

2003 hatte ein Defekt an den Kacheln, aus denen der Schild zusammengesetzt ist, dazu geführt, dass das Spaceshuttle Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinanderbrach. Es war der zweite Unfall, bei dem ein Spaceshuttle zerstört wurde: Am 18. Januar 1986 war die Challenger 73 Sekunden nach dem Start explodiert. Grund waren ein oder mehrere schadhafte Dichtungsringe an einem der Booster-Raketen. Alle 14 Mitglieder der Besatzungen kamen ums Leben. Nach den Unfällen pausierte das Spaceshuttle-Programm jeweils für etwa zweieinhalb Jahre.

  • Die Atlantis hatte auf ihrem letzten Flug Güter zur ISS gebracht. (Foto: Nasa)
  • Die Atlantis hat von der ISS abgedockt... (Foto: Nasa)
  • ... und schwebt davon. (Foto: Nasa)
  • Ein letzter Blick zurück zur ISS (Foto: Nasa)
  • Zum letzten Mal landet ein Spaceshuttle. (Foto: Nasa)
Die Atlantis hatte auf ihrem letzten Flug Güter zur ISS gebracht. (Foto: Nasa)
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Mit der Landung der Atlantis endet nach 30 Jahren das Zeitalter der wiederverwendbaren Raumfähren. Begonnen hatte es am 12. April 1981 mit dem Start der Raumfähre Columbia. Wegen der Sicherheitsprobleme, die immer wieder aufgetreten waren, sowie aus Kostengründen entschied die US-Regierung, das Spaceshuttle-Programm auslaufen zu lassen. Zuletzt kostete eine Shuttle-Mission rund 1,3 Milliarden US-Dollar.

Museumsstücke

Die Atlantis bleibt in Florida - sie wird künftig Teil der Ausstellung des Kennedy Space Center. Die Discovery, die Fähre mit den meisten Starts, wird im National Air and Space Museum vor den Toren der US-Hauptstadt Washington ausgestellt. Dort wird derzeit noch die Enterprise gezeigt, der Prototyp, mit dem unter anderem Gleitflüge zur Erde geprobt wurden. Die Enterprise zieht auf den Museumsflugzeugträger Intrepid um, der auf dem Hudson River in New York vor Anker liegt. Die Endeavour kommt ins California Science Center in Los Angeles.

Das Spaceshuttle war in den vergangenen Jahren ein wichtiges Transportmittel zur Versorgung der ISS. Nach der Einstellung des Shuttle-Programms der Nasa sollen private Unternehmen künftig diese Aufgaben übernehmen. Darunter befindet sich das von Elon Musk gegründete Unternehmen Space Exploration Technologies (Space X) mit seiner Trägerrakete Falcon 9 und der Raumkapsel Dragon. Space X, Boeing, Sierra Nevada und das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründete Unternehmen Blue Origin wollen zudem wiederverwendbare Raumfähren entwickeln.

Zum Mars

Die USA hingegen wollen künftig weiter in den Weltraum vordringen. Wollte US-Präsident George W. Bush wieder Astronauten auf den Mond schicken, schweben seinem Nachfolger Barack Obama fernere Ziele vor: 2025 sollen die USA ein bemanntes Raumfahrzeug auf einen Asteroiden schicken. Mitte der 30er Jahre sollen die Menschen erstmals den Mars umkreisen. Wenige Jahre später sollen sie auf dem Nachbarplaneten landen. Er erwarte, dass das noch zu seinen Lebzeiten passieren werde, erklärte Obama 2010. Vorausgesetzt, die USA können den Etat dafür aufbringen.

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