Google Book Settlement

Richter setzt Parteien ein Ultimatum bis September

Bei einer Anhörung zum Google Book Settlement hat der New Yorker Richter Denny Chin den Parteien ein Ultimatum gesetzt: Zeichnet sich bei der nächsten Anhörung im September keine Lösung ab, werde er eine Entscheidung über das Abkommen zu den von Google gescannten Büchern fällen.

Artikel veröffentlicht am ,
Komplexer Sachverhalt: Google wirbt 2006 auf der Buchmesse für seine Büchersuche.
Komplexer Sachverhalt: Google wirbt 2006 auf der Buchmesse für seine Büchersuche. (Bild: Ralph Orlowski/Getty Images)

Der New Yorker Richter Denny Chin hat den gegnerischen Parteien im Streit um das Google Book Settlement ein Ultimatum gesetzt. Wenn sie sich auf keine Lösung einigen könnten, werde er entscheiden, berichtet das US-Branchenblatt Publishers Weekly.

Mehr Zeit

Stellenmarkt
  1. Embedded-Softwareentwickler*- in (w/m/d) Linux Kernel / Bootloader
    Guntermann & Drunck GmbH, Siegen
  2. Product Configuration Manager (w/m/d)
    WILO SE, Dortmund
Detailsuche

Die Beteiligten waren am Dienstag zu einer Anhörung vor dem New Yorker Bezirksgericht erschienen, um über den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen zu berichten. Dabei haben sie Chin erneut um mehr Zeit gebeten.

Anders als bei früheren Statustreffen reagierte der Richter dieses Mal ungehalten: Er sei besorgt über den langsamen Fortschritt in dem Verfahren um die von Google gescannten Bücher, das sich inzwischen seit sechs Jahren hinzieht. Chin hat beiden Parteien bis zum 15. September Zeit gegeben. Sollten sie bis dahin keine Einigung gefunden haben oder eine solche zumindest nicht in Sicht sein, werde er ein Urteil fällen, sagte der Richter.

Abkommen über gescannte Bücher

Chin hatte im März 2011 erst das sogenannte Amended Settle Agreement abgewiesen, das eine Überarbeitung des Google Book Settlement darstellte. In dieser 2008 geschlossenen außergerichtlichen Einigung hatten Autoren und Verleger mit Google Regeln festgelegt, nach denen Google die gescannten Bücher nutzen darf.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  3. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
Weitere IT-Trainings

Das Google Book Settlement hat weltweit Proteste ausgelöst. Zu den Kritikern gehörten unter anderem die Bundesregierung und das US-Justizministerium. Das Abkommen räume Google praktisch ein Monopol über alle Bücher ein, an denen keine Rechte geltend gemacht werden.

Widerspruch oder Zustimmung

Ein weiterer strittiger Punkt ist der Umgang mit Büchern, deren Urheberrechtsschutz noch nicht abgelaufen ist, die aber im Handel nicht mehr erhältlich sind: Google wollte durchsetzen, dass Rechteinhaber einer digitalen Nutzung der vergriffenen Bücher widersprechen müssen (Opt-out). Die Gegner hingegen wollen eine Opt-in-Regelung, also dass die Rechteinhaber der Nutzung explizit zustimmen müssen. Auch Chin bevorzugt eine Opt-in-Regelung, der Google jedoch nicht zustimmen will.

Diese Lösung bevorzuge auch der US-Schriftstellerverband Authors Guild, sagte dessen Anwalt Michael Boni. Beide Seiten träfen sich zwar regelmäßig und hielten Telefonkonferenzen ab, aber sie seien noch nicht ganz dort angekommen. Es sei ein komplexer Sachverhalt, der zu klären sei, aber es werde versucht, den Fall mit einer Opt-in-Regelung beizulegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Macbook Pro
Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max

Käufer des Macbook Pro mit M1 Max können wohl in MacOS Monterey per Klick noch mehr Leistung aus dem Gerät herausholen.

Macbook Pro: Apple bestätigt High Power Mode für M1 Max
Artikel
  1. Bundesregierung: Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant
    Bundesregierung
    Autobahn App 2.0 im ersten Quartal 2022 geplant

    Die Opposition kritisiert die massiven Kosten, Nutzer bewerten die App schlecht. Dennoch soll die Autobahn App nun erweitert werden.

  2. Klage: Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben
    Klage
    Google soll E-Privacy und Werbemarkt manipuliert haben

    Mehrere US-Bundesstaaten haben Klage gegen Google eingereicht. Das Unternehmen rühmt sich derweil, Regulierungen verlangsamt zu haben.

  3. Silence S04: Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt
    Silence S04
    Günstiges Elektroauto mit herausnehmbaren Akku vorgestellt

    Beim Elektroauto Silence S04 kann der Nutzer den Akku selbst wechseln, wenn dieser leergefahren ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Gutscheinheft mit Direktabzügen und Zugaben • Nur noch heute: Mehrwertsteuer-Aktion bei MediaMarkt • Roccat Suora 43,99€ • Razer Goliathus Extended Chroma Mercury ab 26,99€ • Seagate SSDs & HDDs günstiger • Alternate (u. a. ASUS ROG Strix Z590-A Gaming WIFI 258€) [Werbung]
    •  /