Rewe-Group: Penny.de ist nach Datenleck offline

Durch eine Directory-Traversal(öffnet im neuen Fenster) -Attacke war offenbar eine Vielzahl von Dateien auf der Website des Lebensmitteldiscounters Penny frei zugänglich. Inhalte sicherheitsrelevanter Dateien aus dem des Content-Management-System wurden auf Pastebin.com(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Das hat ein Leser Golem.de mitgeteilt.
Die Website Penny.de(öffnet im neuen Fenster) ist inzwischen offline. "Auf unserer Homepage werden momentan Wartungsarbeiten durchgeführt. Wir sind bald wieder für Sie da" , heißt es auf der Plattform.
Der Discounter Penny gehört zur Rewe Group. Der Rewe-Konzern gab am 17. Juli 2011 bekannt, dass zehntausende Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter von Nutzern einer WWF-Tauschbörse und einer Tauschplattform für Fußballsammelbilder kompromittiert wurden. Cracker haben die rund 52.000 Datensätze inzwischen im Web veröffentlicht. Neben dem üblichen Spamproblem sind Nutzer in Gefahr, die dasselbe Passwort für verschiedene Zugangskonten verwenden. Der Dienstleister, der für Rewe die Sammlerdatenbanken betrieben hatte, habe die Anmeldedaten im Klartext gespeichert, räumte Rewe inzwischen ein. Die vermeintlichen Angreifer geben dagegen an, dass die kompletten Kundendaten "plain, für jeden leserlich gespeichert" waren.
Nachtrag vom 20. Juli 2011, 15:29 Uhr
Ein Rewe-Sprecher sagte Golem.de: "Wir führen umfangreiche Sicherheitsüberprüfungen durch. Diese laufen noch. Mehr lässt sich dazu nicht sagen." Es handele sich um einen einfachen Stresstest, was kein Indiz dafür sei, dass es Sicherheitsprobleme gebe. "Wir wollen nur gerüstet sein. Es sind keine Kundendaten entwendet worden" , erklärte der Sprecher.



