Sparkurs: US-Regierung schließt fast die Hälfte ihrer Rechenzentren

In den USA werden 40 Prozent der Rechenzentren der Regierung stillgelegt. Das sagte Vivek Kundra, Chief Information Officer der Obama-Regierung der New York Times(öffnet im neuen Fenster) . Über die kommenden vier Jahre sollen so Einsparungen in Milliardenhöhe erzielt werden. Damit sei ein Abbau von tausenden Arbeitsplätzen verbunden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Analysten.
Von 2.000 Rechenzentren sollen 800 geschlossen werden. Der Plan soll heute offiziell vorgestellt werden. Die US-Regierung ist mit 80 Milliarden US-Dollar im Jahr der größte IT-Käufer der Welt. Kundra erklärte, dass die Rechenzentren durch den Einsatz moderner Technologie konsolidiert würden.
Die Regierung setze bei einer IT-Modernisierung auf Cloud-Computing für ihre Beschäftigten. Die Clouds könne die Regierung selbst oder Unternehmen bereitstellen, sagte Kundra. Bis Jahresende 2011 würden 195 Rechenzentren den Betrieb einstellen. Bis Ende 2012 sollen 373 Rechenanlagen abgewickelt sein.
Darrell M. West, ein Experte von der Denkfabrik Brookings Institution, sagte der Zeitung: "In einer Zeit der massiven Defizite muss die Regierung Wege finden, um effizienter zu arbeiten. Die Konsolidierung der Rechenzentren ist Teil dieses Prozesses."
"Redundante Systeme und Anwendungen sind wie Unkraut gewachsen" , sagte Kundra. "Wir müssen uns von doppelten Systemen verabschieden, um den Nutzen für die Bürger zu verbessern." Hunderte verschiedene Computerprogramme würden in der Buchhaltung und Personalplanung eingesetzt, oft Eigenentwicklung durch Regierungsstellen. Die Modernisierung habe bereits begonnen: Fast 140.000 Beschäftigte der Verwaltungsbehörde General Services Administration (GSA) und im Landwirtschaftsministerium würden auf Cloud-basierte E-Mail-Systeme von Microsoft und von Google umgestellt, wodurch jährlich 42 Millionen US-Dollar eingespart würden.



