Open Data

"Gebt die Unternehmensdaten frei!"

Die Open Knowledge Foundation Deutschland fordert das Bundesjustizministerium auf, die im Unternehmensregister veröffentlichten Daten in Form einer Datenbank freizugeben.

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Open Data: "Gebt die Unternehmensdaten frei!"
(Bild: Unternehmensregister)

In einem offenen Brief fordert die Open Knowledge Foundation Deutschland das Bundesjustizministerium auf, einen vollständigen Datensatz der Unternehmensträgerdaten des Unternehmensregisters freizugeben. Die Daten wie Name, Registerkennung und Anschrift von Unternehmen stehen zwar kostenlos im Web, "nur eben nicht als Datenbank, sondern als nerviges Interface", so die Open Knowledge Foundation. Dadurch sei es nicht möglich, die Daten mit anderen Quellen, beispielsweise zu Parteispenden und der Forschungsförderung, zusammenzuführen und so Transparenz in komplexe Zusammenhänge zu bringen.

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Derzeit sei man darauf angewiesen, die Website des Unternehmensregisters regelmäßig zu "scrapen", um sich Zugang zu den Daten zu verschaffen. Andere europäische Länder seien da schon einen Schritt weiter, heißt es in dem offenen Brief.

Konkret fordert die Open Knowledge Foundation Deutschland einen Vollauszug der Unternehmensträgerdaten in Form einer einfachen Tabelle oder alternativ einen Zugriff auf die Daten über ein API. Zudem sollten die Nutzungsbedingungen durch eine offene Lizenz ersetzt und somit Rechtssicherheit für Nutzer hergestellt werden. Dabei bietet sich die Organisation an, die notwendige Bandbreite bereitzustellen, um der Öffentlichkeit den Datensatz ohne weitere Kosten zugänglich zu machen.

Die Open Knowledge Foundation Deutschland wurde von den Forschern Rufus Pollock und Jonathan Grey gegründet. In ihrem wissenschaftlichen Beirat sitzen unter anderem Professor Eberhard Hilf von der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg, Professor Bernd Lutterbeck von der TU Berlin, Professor Rainer Kuhlen von der Universität Konstanz sowie Professor Claudia Müller-Birn und Professor Christian Bizer von der FU Berlin, Jeanette Hoffmann vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Professor Martin Haase von der Universität Bamberg und Herbert Kubicek von der Universität Bremen.

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