CSU-Innenexperte

"Hacken ist kein Kavaliersdelikt"

Der CSU-Innenexperte Stephan Mayer warnt alle Hacker. Angriffe auf staatliche Institutionen seien eine schwerwiegende Straftat. Das BSI solle mehr Kompetenzen bekommen, weil mit weiteren Hacks zu rechnen sei.

Artikel veröffentlicht am ,
Stephan Mayer (CSU) im Jahr 2009 mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler
Stephan Mayer (CSU) im Jahr 2009 mit dem damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler (Bild: Stephan Mayer)

"Hacken ist kein Kavaliersdelikt." Das sagte der Innenexperte der CSU, Stephan Mayer, zu den jüngsten Ermittlungserfolgen gegen die Hackergruppe No Name Crew. "Das rasche Vorgehen der Ermittlungsbehörden macht zudem deutlich, dass es sich bei Angriffen auf staatliche Einrichtungen nicht um Kavaliersdelikte handelt, sondern um schwerwiegende Beeinträchtigungen wichtiger Rechtsgüter."

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Das Zollkriminalamt wurde am 8. Juli 2011 von der No Name Crew gehackt. Sie kompromittierte den Server einer Observationseinheit der Zollfahndung aus Karlsruhe und veröffentlichte Rufnummern von Mobilfunkkarten von GPS-Trackern aus dem Zielverfolgungssystem Patras, Namen von Beamten und Angaben zu observierten Fahrzeugen. Die Hackergruppe erklärte, für die Rechte und die Freiheit der Bürger zu kämpfen.

Deutschland habe ein besonderes Interesse an einer sicheren Kommunikations- und Infrastruktur, betonte Mayer. Er setzte auf eine verstärkte Kompetenz für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Gerade die Netzwerke der Sicherheitsbehörden müssten besonders vor Angriffen geschützt werden. Schließlich ist auch in der nächsten Zeit mit einer weiteren Zunahme der Angriffe zu rechnen."

Jens Heider vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie vermutete nach dem Angriff, dass durch einen Programmierfehler beim Zollkriminalamt Passwörter offen in der Datenbank gespeichert wurden. Die Panne hätte durch Sicherheitstests leicht entdeckt werden können. Vom Zollkriminalamt seien Serversoftware und Verschlüsselungsalgorithmen verwandt worden, die von der Bundesnetzagentur nicht als sicher eingestuft wurden, betonte der FDP-Internetexperte und Mitglied im Innenausschuss des Bundestages, Jimmy Schulz.

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Heute meldete das Bundeskriminalamt, dass ein weiterer Verdächtiger seine Mitwirkung gestanden habe. Die Wohnung des Verdächtigen in der Nähe von Würzburg sei durchsucht worden. Zudem habe er die ausgespähten Zugangsdaten weiteren Beteiligten zur Verfügung gestellt. Bereits am Sonntag wurde in Nordrhein-Westfalen ein Verdächtiger festgenommen, der ein Geständnis abgelegt habe.

Nachtrag vom 20. Juli 2011, 13:03 Uhr

"Deutsche Firmen geben Hunderte Millionen für Forschung und Entwicklung aus. Dann engagiert die russische Regierung für ein paar tausend Dollar einen Hacker, greift die Informationen ab und liefert sie an einheimische Firmen", sagte der ehemalige Koordinator für nationalen Sicherheit der USA, Richard Clarke, dem Magazin Capital. Für Clarke ist der Cyberkrieg in Wahrheit "ein Wirtschaftskrieg, und den verlieren wir gerade". Das gerade ins Leben gerufene nationale Abwehrzentrum in Deutschland hält der US-Experte für "zu wenig" und "zu spät".

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Schnarchnase 20. Jul 2011

Ich habs mir eben ausgedruckt, jetzt glaub ichs auch. Das werde ich gleich an meinem...

Superdigi 20. Jul 2011

The FBI and US secret service have used the threat of prison to create an army of...

/mecki78 20. Jul 2011

Und überhaupt, was bitte ist ein "Innenexperte"? Ich kenne einen Innenminister, das ist...

Missingno. 20. Jul 2011

Macht doch nichts. Dafür gibt es doch Patente! Die schützen zuverlässig die...



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