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World of Warcraft: Blizzard verklagt Honorbuddy und Gatherbuddy

Welche Cheats und Bots sind in Onlinerollenspielen gegen den Willen des Betreibers erlaubt? Mit derartigen Fragen müssen sich Gerichte immer wieder beschäftigen. Jetzt klagt Activision Blizzard gegen das Zwickauer Unternehmen Bossland, den Vermarkter der WoW-Bots Honorbuddy und Gatherbuddy.
/ Peter Steinlechner
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World of Warcraft (Bild: Blizzard)
World of Warcraft Bild: Blizzard

Er sammelt vollautomatisch Kräuter oder Mineralien und verkauft sie dann in den Auktionshäusern von World of Warcraft: der Gatherbuddy, den Spieler genauso wie seinen fürs Leveln zuständigen Kumpel Honorbuddy kaufen können. Eine unbegrenzte Lizenz der Software kostet rund 80 Euro. Die aus Zwickau stammende Bossland GmbH vermarktet sie hierzulande. Wenn es nach den Anwälten von Activision Blizzard geht, allerdings nicht mehr lange: Das Unternehmen hat Bossland vor dem Landgericht Hamburg verklagt.

Nach Angaben von Zwetan Letschew, dem Geschäftsführer von Bossland, hatte sich Activision Blizzard bereits Ende Juni 2011 gemeldet und vorgeschlagen, sich im Rahmen eines Vergleichs auf einen Vertriebsstopp für Honorbuddy und Gatherbuddy zu einigen. Letschew hat das abgelehnt: "Unserer Auffassung nach sind unsere Bots nicht illegal, da diese nur Aktionen durchführen können, die auch ein Spieler durchzuführen vermag."

Er will sich vor Gericht verteidigen: "Da es sich um eine Grundsatzentscheidung handeln wird, die wegweisend für den Gamingbereich in der EU sein wird, sind wir bereit, für unser Recht einzustehen." Außerdem hofft Letschew, so Klarheit schaffen zu können in der Frage, "wem die virtuellen Gegenstände, die jedermann erkämpft, erbeutet und erspielt, gehören." Activision Blizzard hat sich auf Anfrage von Golem.de nicht zu dem Fall geäußert.


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