Abo
  • Services:

Multi-Prozess-Architektur

Electrolysis soll Firefox schneller und sicherer machen

Mozilla arbeitet im Rahmen des Projekts Electrolysis daran, Firefox in mehrere Prozesse aufzuspalten. Der Browser soll dadurch schneller und sicherer werden, seltener abstürzen, Multi-Core-Prozessoren besser ausnutzen und weniger Speicher verschwenden.

Artikel veröffentlicht am ,
Chris Blizzard erläutert die Ziele von Electrolysis.
Chris Blizzard erläutert die Ziele von Electrolysis. (Bild: Mozilla)

Erste Ergebnisse des Projekts Electrolysis sind bereits in stabile Firefox-Versionen eingeflossen. So führt Firefox seit der Version 3.6.4 Plugins wie Flash in einem eigenen Prozess aus, so dass bei Abstürzen des Plugins nicht der ganze Browser abstürzt. In der Android-Version von Firefox sorgt Electrolysis dafür, dass das Browserinterface, das bei Firefox ebenfalls von der Browserengine gerendert wird, in einem eigenen Prozess abläuft. Dadurch kann Firefox 4 für Android schneller auf Nutzereingaben reagieren, während Seiten geladen oder komplexe Javascript-Funktionen ausgeführt werden.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Karlsruhe
  2. Autobahn Tank & Rast GmbH, Köln

Mozilla will mit Electrolysis aber mehr erreichen, wie der für Mozillas Webplattform verantwortliche Chris Blizzard in einem ausführlichen Blogeintrag erklärt.

So will Mozilla mit der Multi-Prozess-Architektur die Geschwindigkeit von Firefox weiter steigern, nicht im Hinblick auf die Ausführung von Javascript, sondern hinsichtlich des Userinterface. Firefox soll in Zukunft innerhalb von 50 ms auf Nutzereingaben reagieren, so dass Nutzer keine Verzögerung wahrnehmen. Zudem soll der Browser nicht länger ins Stocken geraten, wenn gerade eine Garbage Collection durchgeführt wird. Um diese Fortschritte zu messen, arbeitet Mozilla an einem entsprechenden Messwerkzeug.

Zudem soll die neue Architektur helfen, die mittlerweile weit verbreiteten Multi-Core-Prozessoren besser auszunutzen. Sämtliche Zugriffe auf das DOM laufen in einem einzelnen Thread ab, so dass eine Trennung der einzelnen Tabs in eigene Prozesse es erlaubt, diese auf unterschiedliche CPU-Kerne zu verteilen.

Der Speicherbedarf des Browsers wird mit der Umstellung auf viele Prozesse zwar steigen, doch ist es damit einfacher, eine Verschwendung von Speicher und Leaks in den Griff zu bekommen. Denn wird ein Prozess beendet, kann der von ihm reservierte Speicher leicht wieder freigegeben werden.

Darüber hinaus soll die Aufteilung in einen Prozess pro Website zu weniger Abstürzen des Browsers führen. Derzeit liege die Zahl mit ein bis zwei Abstürzen pro 100 Nutzer am Tag zwar niedrig, so Blizzard, mit der Aufspaltung in mehrere Prozesse werde aber sichergestellt, dass Probleme mit einer Website keine Auswirkungen auf andere Websites haben. Zudem sei es dann einfacher, den Problemen auf die Spur zu kommen.

Zu guter Letzt soll die Architektur für mehr Sicherheit sorgen. Wenn es vom Betriebssystem unterstützt wird, können einzelne Prozesse mit verminderten Rechten ausgeführt werden, denen der Zugriff auf wichtige Systemressourcen verwehrt ist. Sollte es dann zu einem Sicherheitsproblem in diesem Prozess kommen, kann der Schaden so zumindest eingedämmt werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. 33,99€
  3. 59,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 12.10.)

fuzzy 19. Jul 2011

Flash wird aber nicht von Mozilla entwickelt. Stattdessen hat Mozilla hier den einzig...

chrulri 19. Jul 2011

Nachdem dann aber pro 100 Familien jeweils zwei Multi-Kinderzimmer pro Tag abgebrannt...

GodsBoss 19. Jul 2011

Tja, wenn man verschiedene Prozesse nutzt, kriegt man das quasi alles geschenkt.

GodsBoss 19. Jul 2011

Ab wann ist denn ein Programm, in diesem Fall ein Browser, instabil und langsam...

Keridalspidialose 19. Jul 2011

Und zwei Öltanks.


Folgen Sie uns
       


Chuwi Higame im Test

Auf Indiegogo hat das Chuwi Higame bereits mehr als 400.000 US-Dollar erhalten. Der Mini-PC hat dank Kaby Lake G auch das Potenzial zu einem kleinen Multimediawürfel. Allerdings nerven die Lautstärke und ein paar Treiberprobleme.

Chuwi Higame im Test Video aufrufen
Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

    •  /