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Festnahme: Zollhacker nach Geständnis auf freiem Fuß

Der am Sonntag festgenommene 23-Jährige, der unter Verdacht steht, in Rechner des Zolls eingedrungen zu sein und Daten entwendet zu haben, hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Derweil wurde ein zweiter Verdächtiger festgenommen.
/ Jens Ihlenfeld
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Daten des Zolls entwendet: Website der No Name Crew (Bild: No Name Crew)
Daten des Zolls entwendet: Website der No Name Crew Bild: No Name Crew

Der am Sonntagabend festgenommene Zollhacker wurde am Montag dem Haftrichter vorgeführt und wegen des Verdachts der Computersabotage in einem besonders schweren Fall (§ 303b StGB) Haftbefehl erlassen. Allerdings setzt der Haftrichter den Haftbefehl aufgrund seines umfassenden Geständnisses und Kooperation mit Polizei und Justiz unter Verhängung von Auflagen außer Vollzug, teilt das LKA Nordrhein-Westfalen mit(öffnet im neuen Fenster) .

Weitere Festnahme

Derweil meldet Spiegel Online(öffnet im neuen Fenster) die Festnahme eines zweiten Verdächtigen in Rheinland-Pfalz, der zuvor im Netz enttarnt wurde und möglicherweise an dem Angriff beteiligt war.

Hacker der No Name Crew waren nach eigenen Angaben in Rechner des Zolls eingedrungen und hatten Daten entwendet, unter anderem zum Peil- und Ortungssystem Patras. Die No Name Crew hatte ihre Aktion als politisch motivierten Protest dargestellt: Das Grundgesetz garantiere ein Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis. Die Politik untergrabe dieses Grundrecht jedoch. "Wir möchten Grundrechte und die Privatsphäre erneut festigen. Nur so ist das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Freiheit möglich" . Zudem hatte die No Name Crew weitere Aktionen gegen Behörden angekündigt. "Jede Lücke wird ab jetzt schamlos ausgenutzt, alles, was wir in die Hände bekommen, werden wir leaken, um den Feinden der Freiheit den größtmöglichen Imageschaden zuzufügen."


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