Igor Sysoev

Nginx wird zum Unternehmen

Nginx-Entwickler Igor Sysoev hat ein Unternehmen gegründet, um sich voll auf die Weiterentwicklung seines populären HTTP- und Reverse-Proxys konzentrieren zu können. Die Software soll Open Source bleiben, versichert er.

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Neue Firma rund um Nginx gegründet
Neue Firma rund um Nginx gegründet (Bild: Nginx)

Die wachsende Popularität von Nginx, gesprochen "Engine X", und der zunehmende Aufwand zur Weiterentwicklung der Software hätten ihm gezeigt, dass er seine Arbeit an Nginx auf eine andere Stufe stellen muss, schreibt Igor Sysoev. Daher habe er beschlossen, rund um Nginx eine Firma zu gründen.

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Sysoev will sich mit dem neuen Unternehmen im Rücken komplett auf Nginx konzentrieren, primär auf die Entwicklung der Software, aber auch auf das Geschäft der Firma. Er sei dabei nicht allein, ein paar nette Leute würden auch für ihn arbeiten.

In erster Linie soll das neue Unternehmen hinter Nginx den Support für Nutzer und die Kommunikation mit den Nutzern verbessern. Zudem soll der Entwicklungsprozess vereinfacht, die Dokumentation überarbeitet und Bugs schneller beseitigt werden. Zudem will Sysoev eine von Nutzern lange geforderte Funktion umsetzen.

An der Lizenz von Nginx soll sich nichts ändern, betont Sysoev. Nginx soll weiterhin unter der sehr liberalen BSD-Lizenz als Open Source zur Verfügung stehen und viele neue Funktionen erhalten.

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Bei Nginx handelt es sich um einen HTTP- und Reverse-Proxy sowie um einen Mail-Proxy-Server. Die Software kommt seit rund fünf Jahren auf immer mehr großen Websites zum Einsatz und wird auch von Golem.de verwendet. Im April 2011 erschien Nginx 1.0.0. Netcraft bescheinigt Nginx im Juli 2011 einen Marktanteil von rund 6,55 Prozent, was für Platz 3 hinter Apache und Microsoft reicht.

Nginx gilt als schnell, stabil und ressourceneffizient. Die Software ist dabei vor allem auf viele gleichzeitige Verbindungen ausgelegt. Anders als traditionelle Webserver setzt Nginx nicht auf Threads, um Anforderungen zu verarbeiten. Stattdessen kommt eine gut skalierende, ereignisbasierte und damit asynchrone Architektur zum Einsatz. So kommt Nginx mit wenig Speicher aus und die benötigte Speichermenge ist auch unter Last vorhersehbar. Laut Entwicklern benötigt Nginx für 10.000 inaktive HTTP-Verbindungen mit Keep-Alive nur 2,5 MByte Speicher.

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