Spiegelreflex-Mittelformatkamera: Leica beseitigt Objektivnotstand bei der S2

Leica bietet für seine Profikamera Leica S2 neben einem Weitwinkel ein Standardobjektiv, ein Makro und ein gemäßigtes Teleobjektiv an. Das ist vielen Fotografen etwas zu wenig, zumal das System seit Ende 2009 im Handel erhältlich ist.



Da viele Fotografen aus dem Mittelformatbereich auch noch Objektive anderer Hersteller besitzen, hat sich Leica nun entschlossen, Adapter anzubieten. Damit lassen sich nun auch Objektive anderer Hersteller an der Leica S2 nutzen.
Mit dem Leica-S-Adapter V können Objektive des Hasselblad-V-Systems genutzt werden. Der S-Adapter P67 ermöglicht den Anschluss von Objektiven des Pentax-67-Systems. Der Adapter M645 passt für Objektive des Mamiya-645-Systems. Sie kosten jeweils 580 Euro.
Mit den Fremdobjektiven gehen jedoch zahlreiche Funktionen verloren. So muss der Anwender neben der Blende auch den Fokus manuell einstellen, denn die Adapter übertragen keinerlei mechanische oder elektrische Funktionen. Die Lichtmessung durch die Objektive ist jedoch möglich - insofern kann der Fotograf mit Arbeitsblende(öffnet im neuen Fenster) fotografieren.
Die Leica S2 verbindet das Gehäuse einer großen digitalen Spiegelreflexkamera mit einem Sensor, der von seiner Größe her an das digitale Mittelformat erinnert. Er misst 45 x 30 mm (Seitenverhältnis 3 zu 2) und bringt es auf eine Auflösung von 37,5 Megapixeln. Die Leica S2 wird für rund 18.600 Euro und mit Saphirglasabdeckung (Leica S2-P) und Servicepaket für 22.200 Euro angeboten. Zudem gibt es in manchen Städten Europas und der USA Leihmöglichkeiten.