Abo
  • IT-Karriere:

iJUG

Java-Nutzer gegen Fork

Der Interessenverbund deutschsprachiger Java User Groups (iJUG) hat sich gegen eine Abspaltung einer freien Java-Version ausgesprochen. Der iJUG verlangt allerdings von Oracle ein Entgegenkommen.

Artikel veröffentlicht am ,
iJUG: Java-Nutzer gegen Fork
(Bild: Oracle)

Aus der deutschen Java-Community kommt der Vorschlag, aus Apaches Harmony-Projekt und OpenJDK eine eigenständige Plattform zu entwickeln, die "weitestgehend unabhängig von Oracle und dem Original-Java ist." Der iJUG hat den Vorschlag geprüft und spricht sich "tendenziell" gegen eine Abspaltung aus. Allerdings verlangt der iJUG von Oracle, die Community verstärkt einzubinden. Auch auf die Freigabe des Test Compatibility Kit (TCK) geht der iJUG in seiner Erklärung ein. Apache hatte die Java-Community im Streit um die Freigabe des TCK verlassen.

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Neustrelitz
  2. Forschungszentrum Jülich GmbH, Jülich

Der iJUG befürchtet bei einer Abspaltung, dass die beiden unterschiedlichen Strömungen dem "gesamten Java-Ökosystem schaden" könnten. Während sich ein Teil mit dem Aufbau der neuen Plattform beschäftigen würde, wäre der verbleibende Teil noch mehr an Oracle und die anderen Konzerne hinter Java gebunden. Die Konsequenzen einer Spaltung des Java-Ökosystems für Entwickler sieht der iJUG ebenfalls kritisch.

Java von Altlasten befreien

Oracle habe die Weiterentwicklung von Java wieder angetrieben, nehme die Roadmap ernst und treibe die angekündigten Innovationen zügig voran, so der iJUG. Allerdings habe Oracle auch die ungeliebten Altlasten von Sun übernommen und versuche, das Projekt zu dominieren. Das verursache weiterhin Unruhe in der Community.

Für eine Abspaltung spreche die Möglichkeit, den Java-Code von Altlasten zu befreien, etwa von Teilen, die nur aus Kompatibilitätsgründen enthalten sind, die Weiterentwicklung aber behindern. Erste zaghafte Ansätze hätte es bereits in Java EE 6 gegeben und seien mit "vereinten Kräften" auch ohne Fork möglich.

Keine Abnickgremien

Die iJUG hofft, dass sich Oracle allein angesichts der Drohung eines Forks auf die Community zubewegt. Das iJUG verlangt von Oracle, sich zur Gemeinschaft zu bekennen, insbesondere zu OpenJDK. Zwar rechne niemand mehr damit, dass Oracle das TCK ohne Einschränkungen freigibt, der Konzern könne aber in anderen Bereichen zeigen, dass er die Java-Community ernst nimmt. Das "Governing Board" von OpenJDK dürfe nicht zu einem "Abnickgremium" reduziert werden. Es müsse auch klargestellt werden, dass OpenJDK nicht zu einem Opencore-Modell verkommt, in dem Oracle "alle wesentlichen Funktionen anbietet" und es "nicht von Oracle durch Addons unter einer anderen (nicht Open-Source-) Lizenz ausgehöhlt wird." Der Java-Verwalter müsse dafür auch das Oracle Contributor Agreement (OCA) ändern oder ergänzen.

Der iJUG ist davon überzeugt, dass eine Abspaltung auch nicht in Oracles Interesse wäre und hofft auf ein Entgegenkommen des Konzerns. "Einige Signale lassen hoffen, dass diese Botschaft langsam dort ankommt."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 204,90€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

TheLightning 16. Jul 2011

Bisher ist das Verhalten der Javaversionen "weitestgehend" linear geweswen - ein...


Folgen Sie uns
       


Red Magic 3 - Test

Das Red Magic 3 richtet sich an Gamer - dank der Topausstattung und eines Preises von nur 480 Euro ist das Smartphone aber generell lohnenswert.

Red Magic 3 - Test Video aufrufen
Probefahrt mit Mercedes EQC: Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit
Probefahrt mit Mercedes EQC
Ein SUV mit viel Wumms und wenig Bodenfreiheit

Mit dem EQC bietet nun auch Mercedes ein vollelektrisch angetriebenes SUV an. Golem.de hat auf einer Probefahrt getestet, ob das Elektroauto mit Audis E-Tron mithalten kann.
Ein Erfahrungsbericht von Friedhelm Greis

  1. Freightliner eCascadia Daimler bringt Elektro-Lkw mit 400 km Reichweite
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf
  3. Elektro-SUV Produktion des Mercedes-Benz EQC beginnt

Raspberry Pi 4B im Test: Nummer 4 lebt!
Raspberry Pi 4B im Test
Nummer 4 lebt!

Das Raspberry Pi kann endlich zur Konkurrenz aufschließen, aber richtig glücklich werden wir mit dem neuen Modell des Bastelrechners trotz bemerkenswerter Merkmale nicht.
Ein Test von Alexander Merz

  1. Eben Upton Raspberry-Pi-Initiator spielt USB-C-Fehler herunter
  2. 52PI Ice Tower Turmkühler für Raspberry Pi 4B halbiert Temperatur
  3. Kickstarter Lyra ist ein Gameboy Advance mit integriertem Raspberry Pi

Google Game Builder ausprobiert: Spieldesign mit Karten statt Quellcode
Google Game Builder ausprobiert
Spieldesign mit Karten statt Quellcode

Bitte Bild wackeln lassen und dann eine Explosion: Solche Befehle als Reaktion auf Ereignisse lassen sich im Game Builder relativ einfach verketten. Der Spieleeditor des Google-Entwicklerteams Area 120 ist nicht nur für Einsteiger gedacht - sondern auch für Profis, etwa für die Erstellung von Prototypen.
Von Peter Steinlechner

  1. Spielebranche Immer weniger wollen Spiele in Deutschland entwickeln
  2. Aus dem Verlag Neue Herausforderungen für Spieler und Entwickler

    •  /